Remaster. Remake. – Ist das noch Nostalgie oder schon Gier?

Remaster. Remake. – Ist das noch Nostalgie oder schon Gier?

RoxyResistant

3 Beiträge · 9 Kommentare · aktiv in Diskussionen

Remastered. Remakes. Neuauflagen. Remakes vom Remastered. Wer blickt hier am Ende noch wirklich durch? Und ist das überhaupt immer nötig?

Wieder wurde ein großes Remake angekündigt. Mit erster Vorfreude verbunden, blickte ich in meine Spiele-Bibliothek und stellte mir dabei eine Frage? Wie viele noch und ist das noch Nostalgie oder nur noch eine Gelddruckmaschine?

Alte Spiele für neue Konsolen

Wir kennen es alle, diese besonderen Spiele aus unserer Kindheit und einige von uns hier sind sicher inzwischen alt genug, dass wir uns mit den Spielen unserer Kinder auch auseinandersetzen müssen. Wie schön wäre es, wenn diese unsere Liebe teilen würden?

Doch meistens ist das Spiel nicht effektreich genug oder die Grafik nicht realistisch oder wie konnten wir damals keinen Augenkrebs bekommen? Und ja, wenn ich mir manchmal Spiele aus der PlayStation 1 Ära oder noch früher wieder vornehme, dann hat man noch all diese brillanten Momente im Gedächtnis. Die fantastische Grafik. Dann schaltet man es an und die Realität ist plötzlich nur noch Pixelmatsch. Die Steuerung veraltet und alles ist ganz anders als wir es in Erinnerung haben. (Kein Retro Shaming. Ich liebe alte Konsolen und Spiele, aber es dient der Veranschaulichung.)

Da sitze ich doch manchmal da und ertappe mich dabei, dass ich denke: Das Spiel mit aktueller Technik und Grafik? Das wär’s!

TLOU 2 Original + RM
Joel aus The Last of Us Part II. Links das Original auf der PS4, rechts die Remastered PS5 Version.

Zwischen aufpoliert und neu gemacht

Aber es müssen nicht einmal Retro Spiele sein, denn oft werden sich auch schon Titel der PlayStation 4 Generation als Remastered gewünscht. Das beste Beispiel für mich ist hier Bloodborne. Nachdem von einer Fortsetzung abgesehen wurde, wurde der Schrei nach einer aufgehübschten Version lauter. Aber warum? Es sieht noch immer fantastisch aus. Doch neben The Last of Us oder Days Gone, sollte das Spiel auch damit nicht alleine bleiben. Aber wo genau ist eigentlich der Unterschied zwischen all diesen Begriffen?

Bioshock RM - Original
Ein Teil aus Rapture aus Bioshock. Links aus dem Orignal, rechts das Remaster. Das Orignal wirkt auf mich persönlich mehr.

Ich möchte niemandem unterstellen, nicht zu wissen wovon er redet, aber um nochmal kurz auch Außenstehende abzuholen, starte ich einen kleinen Exkurs.

Was ist der Unterschied?

REMASTERED bedeutet, dass es hauptsächlich technisch aufpoliert wird. (Oder auch gerne schlechter gemacht wird….) Bessere Auflösung, Framerate, Beleuchtung oder eben hochauflösende Texturen. Der Kern des Spiels bleibt erhalten, dass bedeutet Story, Steuerung und alles andere bleibt dem Original treu.

REMAKE bedeutet, dass wir quasi ein neues Spiel bekommen. Der Aufwand dafür ist fast genauso hoch, wie bei einer Neuentwicklung oder höher, wenn man sich Final Fantasy VII ansieht. Technisch bekommen wir eine komplett aktuelle Engine, eine angepasste, moderne Steuerung, neues Leveldesign und Kampfsystem. Auch der Kern kann sich verändern, denn oft wird die Story neuinterpretiert oder sogar erweitert.

RE4 RM + Original
Resident Evil 4. Links das Remake und rechts das Original. Hier kann man die deutliche Verbesserung zu früher sehen.

Doch alles anders?

Ich möchte nicht sagen, dass ich mich über einige Neuauflagen nicht gefreut hätte und mir sogar noch einige wünschen würde. Final Fantasy VII hätte ich wahrscheinlich ohne das Remake nie erlebt, so traurig es auch klingt. Auch bei Ocarina of Time fühle ich Vorfreude, denn damals als Kind habe ich es nicht geschafft den Teil zu beenden und ihn dann auch leider nie wieder komplett nachgeholt. Nun darf ich das im modernen Gewand erleben, dass ist doch toll, oder nicht?

Denn plötzlich habe ich Fragen im Kopf. Was ist, wenn sie die Geschichte verändern? Was ist, wenn der Vibe von früher gar nicht mehr aufkommt? Was ist, wenn alles anders ist und ich dadurch trotzdem das Spiel von früher nicht erleben kann?

FF7 Remake und Original
Final Fantasy 7, das Remake hebt sich extrem vom Original von damals ab und wurde sogar in drei Teile geteilt.

Und viel mehr noch: Wie viel Nostalgie ist das wirklich noch

Ein Spiel, welches wir in so guter Erinnerung haben, wird uns nochmal zur Verfügung gestellt. Nochmal zum Vollpreis, wenn es schlecht läuft. Denn wir sehen es gerade akut, wie viele Studios schließen, weil ihnen das Geld fehlt. Sicherlich ist da ein Remaster eines beliebten Titels eine kurzfristige Lösung, um relativ zügig Geld in die Kasse zu spielen, oder?

Das Gefühl von uns auszunutzen, das Gefühl von früher, welches wir so wieder erwecken können. Die Nostalgie in uns zu kitzeln, um an Zeiten zu denken, wo sich alles leichter und besser angefühlt hat. Wenn wir Stunde um Stunde in diesem einem Spiel versunken sind. Eine Gelddruckmaschine unserer Zeit? Denn wir könnten uns auch einfach der unfassbar vielfältigen Auswahl an neuen Videospielen zuwenden, doch was, wenn keines davon jemals wieder so ein Gefühl in uns wecken kann?

GTA VC Original-Remastered
GTA Vice City, links Original, rechts Remaster. Das war technisch eine Katastophe.

Und wie viel Nostalgie steckt dann wirklich noch drin? Oft hatte ich es schon, dass mich meine früher so geliebten Spiele dann enttäuscht zurückgelassen haben. Das GTA Vice City Remaster ist hier eine Paradebeispiel, das wurde komplett in den Sand gesetzt. Doch genauso konnten mich andere genauso begeistern und mein Kindheitsgefühl bewahren.

Ein schwarz und weiß gibt es hier wohl auch einfach nicht, denn die Industrie braucht Geld und wir brauchen unsere alten Schätze auf den aktuellen Konsolen. Trotzdem bleibt mir ein Gedanke: Wie sehr kann das noch ausgenutzt werden, ohne dass bald PS5 Spiele vor einem Remaster stehen?

Doch da ist noch mehr!

Doch als wären Remakes an sich und Remaster nicht genug haben wir von der Spieleindustrie noch komplette Neuauflagen von Reihen wie Tomb Raider oder God of War bekommen. God of War ist wohl auch irgendwie „nur“ eine Weitererzählung, aber trotzdem kam es mit einem neuen Spielprinzip daher und bot uns sogar eine kleine offene Welt. Auch hier kommt mit dem neuen Teil eine große Veränderung, denn wir wechseln zu Kratos Frau, statt mit dem Kriegsgott selber wieder in den Kampf zu ziehen. Eine Weiterentwicklung, die ich liebe, aber auch bei vielen für Kritik sorgt.

Tomb Raider Reboot
Die Neuauflage von Lara Croft ist sehr gelungen und erzählt ihre Geschichte neu.

Tomb Raider hingegen hat uns nicht nur eine völlig neuinterpretierte Lara Croft geliefert, sondern auch eine komplette Neuinterpretation des Spiels und der gesamten Hintergrundgeschichte. Die widerrum mit dem neu angekündigten Remake schon wieder eine Veränderung durchleben muss. Warum? Das wissen nur die Entwickler, vermutlich.

Wie steht ihr zu Remastern und Remakes? Wie viele Remakes und Remastered brauchen unsere Generationen? Welche liebt ihr und welche findet ihr ganz furchtbar? Welche würdet ihr euch sogar noch wünschen?

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10 responses to “Remaster. Remake. – Ist das noch Nostalgie oder schon Gier?”

  1. Avatar von André Eymann
    VSG-Autor

    Danke für den schönen Beitrag Roxy!

    Ich betrachte das Thema vorrangig aus einer kulturhistorischen Brille. Natürlich habe ich darüber hinaus zu jeder Neuinterpretation (ich würde Remaster und Remake als Neuinterpretation bezeichnen) eine sehr persönliche Meinung.

    Aber wichtiger ist mir, dass „alte“ Spiele neu entdeckt werden können. Das man sie in diesem Zusammenhang auch an den Zeitgeist (Technologien, Gameplay-Bedürfnisse, Accessibility) anpasst finde ich gut. Schliesslich können auf diese Weise neue Generationen wundervolle Werke entdecken.

    Deine letzte Frage zielt auf „unsere Generation“. Da denke ich, dass es sehr individuell ist. Natürlich ist es auch ein Geschäftsmodell. Aber gerade neulich habe ich bspw. GTA IV dank einer (nicht offiziellen Mod namens „FusionFix“) neu entdeckt. Ein Spiel meiner Generation. Hätte ich diese Neuauflage gekauft? Ja, hätte ich. Weil ich GTA IV liebe. Deshalb denke ich, dass es sehr subjektiv ist, wie man zum Thema steht. Genau so subjektiv ist es, ob man jedem FOMO nachgibt. Da muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Grundsätzlich aber finde ich Remaster und Remakes eine gute Sache.

    Ben BiscRoxyResistant
  2. Avatar von Harald Fränkel
    VSG-Autor

    Schon interessant, wie beliebt diese Remake/Remaster-Geschichten sind. Mir käme es nie in den Sinn, ein Spiel von früher noch mal in besserer Grafik haben zu wollen. Wie sagt man bei Toten immer so schön? Ich behalte sie gerne so in Erinnerung, wie ich sie früher erlebt habe. Ich mag die nostalgischen Gefühle dabei. Gerade The Elder Scrolls: Oblivion hab ich dieser Tage für einen großen Artikel in der nächsten Retro Gamer sehr genossen. Auch käme mir nicht in den Sinn, einen von mir verpassten Klassiker später im neuen Gewand zu zocken. Meistens juckt mich ein Spiel, das mich früher nicht gejuckt hat, auch 100 Jahre danach nicht. Und im Zweifel würde ich ebenfalls das Original vorziehen. Ich glaube, ich bin seltsam. Andererseits schätze ich mich echt glücklich, in puncto Technik so genügsam zu sein.

    André EymannBen Bisc
  3. Avatar von Vivikulus
    Vivikulus
    Gast

    Ich bin nicht unbedingt abgeneigt von Remastern und Remakes. Mit Remaster lassen sich teilweise auch ältere Spiele nachholen, wie das Tales of Graces f Remaster, welches die Auflösung und die Framerate erhöht und mit dem Grade Shop zu Beginn des Spiels, gut für neue Spieler ist, die in die Reihe einsteigen wollen. Wenn durch ein Remaster oder Remake interesse an der Reihe oder dem Titel entsteht, kann es im Besten Fall dazu führen, dass man auch die anderen Ableger spielt, sowie das Original spielt und dadurch erkennt, was das Original so besonders macht.

    Mich sprechen besonders Remakes an, die das Original nehmen und daraus eine Neuinterpretation machen und mir eine andere Erfahrung als das Original bietet und ich dadurch motiviert bin, dass Original zu spielen und das Remake nicht als Ersatz gilt.

    Ich hab aber auch Probleme mit Remakes. Besonders, wenn Remakes als ein Ersatz für das Original von Spieler:innen wahrgenommen und auch von Firmen verkauft wird. Die Spyro und Crash Collection sind da gute Beispiele, die optisch aufgehübscht wurden und sonst auf den ersten Blick keine weiteren Unterschiede aufweisen. Mit den Spielen holt man nicht das Original nach, weil die komplette optische Überarbeitung eine andere Interpretation von dem Original ist, die einen anderen Eindruck des Spiels vermittelt und dazu verschleiert die neue Optik unterschiede zum Original, die man nicht merkt, weil man kein Zugriff auf das Original hat.

    Mein anderes Problem mit Remakes ist die fehlende Wertschätzung für das Original.
    Von Spieler:innen, die dem Original keine Chance geben wollen, weil sich das nicht wie heutige Spiele spielt und dann nicht versucht wird, sich darauf einzulassen.
    Zum anderen von Firmen, die die Originale nicht zur Verfügung stellen und den Zugriff auf ältere Spiele erschwert. Oder aber auch das Original entfernen und im schlimmsten Fall über teurere Bundles nur anbieten. Danke Sega.

    Alexander StrellenAndré EymannRoxyResistant
    1. Avatar von RoxyResistant

      Ich fühle alles was du sagst.
      Das sind alle sehr gute und valide Punkte.
      Tatsächlich ging es mir mit FF7 so. Ich möchte jetzt unbedingt demnächst noch das Orignal nachholen. Gucken, wo sich die Spiele unterscheiden, was wo wie verändert wurde und da freue ich mich richtig drauf.

      Und ja, die Remakes, die den Bezug zum Original komplett vermissen lassen… schwierig…

      Fühle jedes Wort.

      VivikulusAndré Eymann
  4. Avatar von DocOwer
    VSG-Autor

    Ein interessantes Thema!

    Bei sowas wie „The Last of Us“ hab ich bei den ganzen Remasters und Remakes irgendwie total den Überblick verloren. Jetzt nur um ein Beispiel eines relativ normalen Spiels zu nennen, da gab’s aber einige in den letzten Jahren. Das verstehe ich nicht, warum man da an bestehende Spiele ein µ an Details dazupackt und das dann als Remastered raushaut.

    Es gibt aber Beispiele, bei denen finde ich Remasters und Remakes total wichtig oder sinnvoll.
    Das erste sind Spiele, die in ihrer Ur-Form so sperrig sind, dass sie kaum mehr gespielt werden können heutzutage. Nehmen wir da zum Beispiel „Phantasy Star“ – ein für 1987 herausragendes, modernes Spiel (mit weiblicher Heldin, die jenseits aller „Damsel-in-Distress-Klischees“ agiert!), das aber im Gameplay solche Hämmer drin hat, dass man es einem modernen Spieler kaum in die Hand drücken kann. Keine Kartenerstellung in komplexen 3D-Dungeons, Soft Locks, in die man sich selbst bringen kann und dutzende Stunden Spielspaß dadurch verlieren kann.

    Hier gab es 2021 ein Remaster, das einfach diese Fehler ausgemerzt hat, einen neuen Soundtrack dazu gepackt hat und dann wurde das Spiel neu herausgebracht. Fantastisch, finde ich!

    Bei Final Fantasy VII bin ich gespalten. Als das Original 1997 rauskam, war ich von der blockigen Polygonoptik geschockt. Die ist auch schlecht gealtert, find ich. Aber das Remake macht einen Fehler: Es streckt so unfassbar. Und dadurch wird die Substanz trotz der Neuerungen und Änderungen dünn. Es wird schal. Das hat man übertrieben.

    Viel besser gemacht hat es das Trials of Mana Remake von 2020: Eine 3D-Interpretation eines alten SNES Spiels (das wiederum aber heute noch super funktioniert als Pixelspiel) mit modernem, flotten Gameplay, Voice Acting und so weiter. Ein ganz tolles Spiel – auch wenns hier an sich gar kein Remake gebraucht hätte, da es ja genug Freunde des Pixelspiels gibt und das Original Trials of Mana auch in modernen Konsolen zur Verfügung steht und besser aussieht als das Meiste, was heute als HD2D präsentiert wird.

    André EymannBen BiscRoxyResistant
  5. Avatar von Ben Bisc
    VSG-Autor

    Hallo Roxy,

    ich sehe es ähnlich wie du. Als jemand für den FF7 im Original zu einem der besten Spiele aller Zeiten gehört´, habe ich mich mit dem Remake anfänglich schwer getan, denn genau wie du sagst, ist für mich der Charakter des Originals im Remake flöten gegangen. Spass gemacht hat es aber dennoch total und hier genau sehe ich meinen Punkt.

    Wenn das Remake einen wirklichen Mehrwert bringt, bin ich bereit dafür Geld auszugeben und freue mich auf den Spass den es bringt. bei „simplen Updates der Texturen“ oder ähnlichem Vollpreisähnliche Beträge abzudrücken fühle ich hingegen gar nicht und ich finde es mehr oder minder eine Frechheit, dass Gamer da so gemolken werden sollen. Und das sag ich als jemand, der quasi alle Versionen von Skyrim sogar auf Plattformen gekauft hat, die er gar nicht besitzt….

    Ich bin voller Zuversicht, dass Nintendo aus dem Remake Ocarina of Time ein Spiel für die Ewigkeit machen wird und ich würde mir wünschen sie würden Spiele wie Twilight Princess oder Minish Cap direkt nachfolgen lassen. Aber es gibt eben auch Gegenbeispiele wo man das Andenken eines Spiels im Klopf der Spieler mit Füßen tritt und einfach nur Cashgrabben will.

    Am Ende haben WIR das Zepter in der Hand. Wir haben das Geld in der Tasche.

    Danke für einen tollen Artikel

    André EymannRoxyResistant
  6. Avatar von RoxyResistant

    Ich sehe deinen Punkt und fühle das in vielen Punkten auch so. Das ich oft denke, wo ist hier noch das Original versteckt? Für die neuen Generationen mag das ein Ding sein, dass sie so die „alten“ Spiele in modernem Gewand zu spielen bekommen. Aber lernen sie dann wirklich noch das Spiel kennen, was uns so geprägt hat? Klares nein.

    Ich schaue mir die neue Versionen trotzdem gerne an. Bei FF7 zum Beispiel hatte ich ja keinen Vergleich. Das Orginal ist damals komplett an mir vorbei gegangen auch wegen der fehlenden Konsole und das das Remake liebe ich. Auch wenn jeder mir sagt, dass es schon sehr anders ist zu früher. Kann ich nicht vergleichen, vielleicht liebe ich es deswegen so sehr.

    Die gute Alte Zeit kann damit auf jeden Fall nicht zurückgeholt werden. Dem stimme ich zu. Aber auch den Spielen von älteren Spielen bin ich leider entwachsen, wie ich feststellen musste. Daran hab ich leider auch kaum noch Spaß und ich würde sogar behaupten, weil man heute einfach verwöhnt wird mit Grafik und Technik.

    Danke dir auf jeden Fall für deinen Kommentar.

    Alexander StrellenAndré EymannBen Bisc
    1. Avatar von RoxyResistant

      Das sollte an Alexander gehen. Nun. 😀

      André Eymann
    2. Avatar von Alexander Strellen
      VSG-Autor

      Dazu fällt mir noch ein weiteres Spiel ein. Vor einigen Monaten ist für alle Konsolen „The Last Ninja Collection“ von System 3 erschienen. Die alten Spiele für Heimcomputer aus dieser Reihe wurden damit für neue Systeme verfügbar gemacht. Alle Inhalte entsprechen dem Original von damals plus die hakelige Steuerung ist auch dabei. Damals wurde die Reihe gefeiert. Ich selber habe sie sehr gerne gespielt und auch viel über die Steuerung geflucht. In den Tests der neuen Collection liest man jetzt häufig das die Steuerung doch eine Zumutung wäre. Dabei ist sie 1:1 vom Original übernommen. Wie du schreibst, wir sind halt verwöhnt 🙂 Hätte man die Steuerung angepasst, dann wäre das Flair vom Spiel nicht mehr wie damals.

  7. Avatar von Alexander Strellen
    VSG-Autor

    Jetzt werden viele wieder sagen: „Mit einem Remake oder Remaster werden alte Spiele auch der neuen Generation von Spielern zugänglich gemacht.“ Das mag sein, aber sie werden nie das Gefühl von damals wecken, als man auf dem Heimcomputer ein Spiel wie Turrican oder auf der PS3 ein Spiel wie Demon´s Souls gespielt hat. Das ist wie kalter Kaffee der aufgewärmt wird. Schmeckt nie wie das Original. Für die Industrie ist es aber eine Möglichkeit Geld zu verdienen ohne sich etwas neues auszudenken.
    Natürlich habe auch ich schon ein Remake/Remaster gespielt. Ich wollte unbedingt Shadow of Colossus und Ico spielen. Da ich keine PS2 besitze und mir die Geräte gebraucht, in guten Zustand zu teuer waren, habe ich mir von beiden Spielen die PS3 Version gekauft. So konnte ich in diese beiden Titel reinschnuppern. Es hat mich aber nicht umgehauen. Warum? Weil seit dem Erscheinungsdatum auf der PS2 viele andere Spiele erschienen sind, die von der Technik oder Spielmechanik mindestens genau so gut waren.
    Ein anderes Beispiel. Auf dem C-64 habe ich damals begeistert Turrican gespielt. Dann wurden die neuen Versionen für die aktuellen Konsolen angekündigt. Ich dachte cool, muss ich haben. Also habe ich die Version für die Switch gekauft. Nur um dann festzustellen, das ich auch sehr gut das Original Turrican im Emulator spielen kann. Macht genau so einen Spaß.
    Seit dem bin ich mit dem Thema durch. Ich werde keine Remaster/Remakes mehr kaufen. Es gibt so viele tolle Spiele da draußen. Ich entdecke lieber Neuheiten als in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Das soll aber jeder für sich entscheiden. Wer meint er braucht Shadow of Colossos für PS2, PS3, PS4 und irgendwann PS6 soll es sich in das Regal stellen. Ok, für die PS6 wird das sicher nur noch digital möglich sein. Damit verliert es noch mal an Wertschätzung.

    André EymannRoxyResistant

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