Viele kennen mich als Hardcore Fan des Zelda-Franchise und ich gebe zu, dass die Titel dieser Reihe zu meinen liebsten Videospielen aller Zeiten gehören. Doch es gibt eine andere Franchise, die sich heimlich, still, leise und über Umwege in mein Herz geschlichen hat. Dieser Bericht von mir ist sehr persönlich und es ist mir eine Freude ihn heute mit euch zu teilen. Um welche Serie es geht und wieso sie sich tief in meinem Wesen verankert hat, das erfahrt ihr in dieser Videospielgeschichte.
Am Anfang war „The Legend of Zelda“
Dies ist mein vierter Beitrag hier in zu diesem großartigen Projekt. Im meinem allerersten meiner Artikel habe ich euch erzählt, dass „The Legend of Zelda: Links Awakening“ das Game ist, welches mich zum Gamer gemacht hat. Es hat mich von meiner Kindheit weg für immer an Videospiele gebunden.
Diese Erfahrung habe ich allein, in meinem Zimmerlein mit meinem OG-Gameboy gemacht, weil meine Eltern und meine Familie nie etwas für Videospiele übrig hatten. Dennoch hat mir dieses Spiel gezeigt, was für Welten sich für uns öffnen können. Was für Skills wir entwickeln können um mit ihnen dann in diesen Welten zu bestehen und das die Hingabe zu liebevollen Charakteren, toller Musik, kniffligen Rätseln und somit Zeit für Videospiele niemals verschwendete Zeit ist. Das sieht auch Videospielgeschichten-Commander André so!

Aus diesen Gegebenheiten her, hat das Zelda Franchise immer einen ganz besonderen Platz in meinem Leben und in meiner Liebe zu Videospielen. Ich habe jeden einzelnen Teil gespielt, Fanmods getestet, immer und immer wieder Runs in den besten Titeln der Serie hingelegt, wie etwa in Majoras Mask, Links Awakening oder aber auch in Minish Cap, meinem Lieblingsteil der Serie.
Doch wir alle verändern uns mit der Zeit und ganz oft ertappe ich mich dabei, dass ich zu gewissen Spielen nur noch einen nostalgischen Draht hab, also eine Verbindung zu dem Gefühl von damals. Zum Spiel selbst greife ich dann nur noch gelegentlich oder gar nicht. Ein Grund dafür ist, ob ich es wahrhaben möchte oder nicht, das Alter der Titel. Irgendwann braucht man halt doch etwas neues. Eine neue Liebe. Eine neue Videospielserie. Eine neue Leidenschaft. Eine neue Franchise. Lasst mich euch erklären, wie es bei mir dazu gekommen ist.
Ein neues Spiel, eine neue Generation
In meiner letzten Videospielgeschichte habe ich euch aufgezeigt, wie ich aktuell spiele. Dabei habe ich dargelegt warum es mir gerade das SteamDeck als Gaming-Zuhause so angetan hat. Genau aus dieser Situation kommt auch meine neue Liebe, meine neue Lieblingsfranchise und damit auch meine neuen Lieblingsspiele.
Als Vater von drei Kindern und als Gamer aus Leidenschaft und Überzeugung ist mir natürlich daran gelegen, meine Leidenschaft auch an meine Kids weiterzugeben und so ein bisschen Begeisterung für das Videospielen zu schaffen. Un-Überraschenderweise war das kein Problem und meine Jungs sind ebenfalls echte Videospielefans, jeder eben auf seine Weise. Mit unserem Jüngsten, der sehr an seiner Mutter hängt habe ich zwar ein super Verhältnis, aber wir haben nie wirklich etwas gefunden, an dem wir beide gleichermaßen Spaß haben und das uns gleichermaßen Verbindet und Freude bereitet. Zum Zocken war er an vielen Stellen einfach noch zu Jung und viele Spiele die seine Brüder feiern, findet der Kurze einfach nur langweilig.
Bis zu einem bestimmten Ereignis. Im Steam Sommer-Sale letztes Jahr gab es die beiden Titel „Subnautica“ und „Subnautica: Below Zero“ für insgesamt knappe 12€ zu haben. Aufgrund der generösen Refund-Policy bei Steam und weil ich über „Subnautica“ bis Dato nur wirklich gute Sachen gehört hatte, habe ich einfach mal zugeschlagen.

Ich habe dann zumindest Subnautica mal auf dem SteamDeck installiert und ausprobiert und es dauerte keine zwei Abende auf der Couch und dieses Spiel hatte mich gefangen. Wundervolle, grafisch hervorragend aufbereitete Unterwasserwelten, eine spannende Sci-Fi Story und wirklich gut ausbalancierte Core-Mechaniken haben mich am Ball bleiben lassen und mich dieses Spiel quasi mehr oder weniger in einem Rutsch durchspielen lassen.
Weil ich aber von „Subnautica: Below Zero“ nicht so viel Gutes gelesen hatte, habe ich mich damals für einen zweiten Durchlauf entschieden, mit mehr Zeit beim Erkunden, Farmen und Bauen und überhaupt mit mehr Umsicht und Ausdauer. Immer wieder, kam dabei unser Jüngster an die Couch und beäugte als absoluter Meeres-Fan und angehender Meeresbiologe das Geschehen auf dem Screen meines Steamdecks. Genau wie seinen alten Herren auch, hat ihn das, was er da gesehen hat sofort in den Bann geschlagen.
Ja und dann saßen wir da. Jeden Abend. Eine halbe Stunde vor seiner Bettzeit haben wir die „unendlichen Weiten“ von Planet 4645B erkundet und waren beide gleichermaßen fasziniert von Fauna und Flora in diesem Game. Da lag der Kleine, mit seinem Kopf auf meiner Schulter und gab immer mal wieder ein vergnügtes „Oh!!“ oder ein „Papa schwimm mal da hin!“ von sich und wir haben uns alle beide jeden Tag auf diese halbe Stunde gefreut.
Dieses Spiel hat uns so unzählige gemeinsame Momente verschafft in denen wir uns gefreut, ein wenig gegruselt und super unterhalten gefühlt haben und es waren diese Momente mit dem Junior, die dafür gesorgt haben, dass sich die Subnautica Franchise spielend leicht in mein Herz gespielt hat. Das gemeinsame Bauen von lustigen Basen, nach seinen Ideen, das Hinterherjagen jedes noch so kleinen Fisches insbesondere in der Dunkelheit und das gemeinsame Sammeln von Bewohnern für unser basiseigenes Aquarium und das gemeinschaftliche Erstellen der Zeitkapsel am Ende, das waren Dinge die uns gemeinsam beschäftigt und irgendwie auch richtig toll miteinander verbunden haben.
Wir hatten also ein Spiel, das wir beide mochten, die gemeinsamen Erlebnisse, die wir mochten und eine Verbindung die dadurch gewachsen ist. Es war einfach wundervoll und wir haben jeden Moment davon genossen.
Der vermeintlich schwächere Teil
Gemeinsam haben wir Subnautica am Ende des Jahres auch beendet und irgendwie hatten wir danach eine Lücke in unserem gemeinsamen Videospieleleben. Der kleine wollte unbedingt noch mal anfangen, doch da es dann für mich der direkt dritte Durchlauf hintereinander gewesen wäre, wollte ich das nicht. Also habe ich eines Abends „Subnautica: Below Zero“ auf dem Steamdeck installiert um mal reinzuschauen und zu gucken, ob wir damit nicht auch unsere Freude haben könnten.
Was soll ich sagen, es lief wie beim Vorgänger und ich habe das komplette Spiel in wenigen Abenden durchgesuchtet. Ich verstehe ehrlicherweise die Kritik der Community an Below Zero nicht wirklich. Die Landschaft ist genauso toll, die Story bietet genug Abwechslung und die Atmosphäre empfand ich genauso stark, wenn nicht sogar noch stärker als beim ersten Teil. Kurzum, da lagen wir wieder, gemeinsam auf der Couch, Kopf auf Schulter, eine halbe Stunde vor der Schlafenszeit. Nicht jeden Tag, aber immer wieder gerne und ich glaube ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass auch mein Jüngster ein waschechter Subnautica Fan geworden ist.

Auf Hochglanz poliert, ganz anders
Nach „Below Zero“ haben wir nach ähnlichen Spielen gesucht um gemeinsam zu spielen, nicht nur um der Spiele willen, denn auch dem Kurzen hat die gemeinsame Zeit mit mir viel bedeutet.
Von Titeln wie „Grounded“, über Machwerke wie „Astrometica“ bis hin zur mehr oder weniger kindgerechten Version von Survival Games namens „Winter Burrow“ haben wir so einiges ausprobiert, doch ein Gefühl von entdeckungsreicher Abenteuerlust, von Spannung und Grusel, von Unterwasser High-Life mit Bauprojekten die selbst Stuttgart 21 in den Schatten stellen würden hat sich am Ende bei keinem dieser Titel für uns eingestellt.
Doch es kam Subnautica 2. Mit dem Early-Access Release Trailer, den der jüngste und ich uns zusammen angesehen haben, war alles sofort wieder da. Auf den Punkt und mit einem Schlag waren wir beide gleichermaßen gehyped und haben uns den Release fett rot im Kalender markiert.

Jetzt heute, gut eine Woche nach dem Start sitzen wir beide abends wieder mit dem Deck auf der Couch. Wer hätte es gedacht. Wieder sind wir voller Freude, genießen ein modernes Subnautica, das schon im Early Access einen so wunderbaren Eindruck macht, als wäre es fix und fertig an den Start gegangen.
Wir lieben die neuen Texturen, die tolle Grafik, die wirklich unfassbar großartige Unterwasserwelt und alles andere, was dieses Spiel wohl wieder mal zu einem absoluten Volltreffer werden lässt. Wir sind uns auf jeden Fall sicher, das die Subnautica Franchise das absolute potential dazu hat, den etwas in die Jahre gekommenen großen Namen wie Fallout oder Zelda die Stirn zu bieten. Wir glauben, dass die Titel dieser Serie das Zeug dazu haben, sich unter die besten Spiele die je gemacht worden sind zu schieben.

Gern würde ich euch jetzt noch erklären warum, aber ich habe eine Verabredung. Zum Spielen. Auf der Couch. Mit meinem Jüngsten und meiner absoluten Lieblings-Videospieleserie.







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