Wie aus Liebe ein Kinderbuch entstand: Von Hyrule nach Mystiko

J. D. Silberschweif

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Als Kind der 90er bin ich mit einem NES aufgewachsen und wurde so schon früh zu einem treuen Nintendo-Kind. Ob Super Mario Bros., Nintendo World Cup oder Super Off Road – die NES-Klassiker gehörten zu meinem Alltag. Doch auch die Welt der Heimcomputer öffnete sich mir bereits 1992, als mein Vater unseren ersten PC anschaffte. Er war felsenfest davon überzeugt, dass dies die Zukunft sein würde.

Gemeinsam mit meiner Schwester entdeckte ich so die Welt der Point-and-Click-Adventures. Wir verbrachten Stunden mit Monkey Island 1 + 2 und ich erinnere mich noch gut an den absurden Spuckwettbewerb, daran, dass ich zum ersten Mal lernte, was ein „Grog“ überhaupt ist, und an dieses Gefühl, wenn man endlich die richtige Kombination aus Gegenständen fand, nachdem man ewig herumprobiert hatte. Das Ende mit dem Freizeitpark hat mich damals völlig verwundert zurückgelassen. Ich konnte gar nicht fassen, dass ein Spiel so eine Wendung nehmen kann.

Diese frühen Erfahrungen prägten mich nachhaltig: Die Neugier an Technik und Geschichten verschmolz schon damals, und beides hat mich nie wieder losgelassen.

Monkey Island 2 Spuckwettbewerb – Screenshot aus YouTube
Monkey Island 2 Spuckwettbewerb – Screenshot aus YouTube

Der Moment, der alles veränderte: Zelda Ocarina of Time

Den ultimativen Gaming-Moment erlebte ich in meiner Lehre, als ich mir vom ersten Lohn einen N64 und einen kleinen Fernseher kaufte. Zelda Ocarina of Time überwältigte mich völlig.

Es war diese Freiheit, die mich packte: Man konnte jederzeit überall hingehen, auf Epona durch Hyrule reiten oder einfach mal die Hühner ärgern und schauen, was passiert. Ich konnte mich unglaublich gut mit Link identifizieren. Er war einfach ein Junge, der in ein episches, märchenhaftes Abenteuer hineingeworfen wurde, genau wie ich mich selbst in diesen Welten fühlte.

Und dann dieser Finalkampf gegen Ganondorf – ich hatte das Herz in der Hose und gleichzeitig Gänsehaut. Ich zockte nächtelang durch, bis mein Vater einschritt, der nächtlichen Reise durch Hyrule ein Ende setzte und verfügte, dass ich nur noch tagsüber auf Entdeckungstour gehen durfte. 😅

Diese Magie hat mich nie wieder losgelassen. Später ging es auf dem GameCube mit Zelda The Wind Waker weiter, das für mich aber nie an Ocarina of Time heranreichte. Irgendwann in meinen frühen 20ern verlor ich das Interesse am Gaming. Freunde, Reisen und das Leben waren einfach spannender.

Hühner ärgern in Zelda Ocarina of Time – Screenshot aus YouTube
Hühner ärgern in Zelda Ocarina of Time – Screenshot aus YouTube

Der Funke: Wenn der Neffe das Feuerschwert schwingt

Alexan in meinem Backpack-Rucksack. @J. D. Silberschweif
Alexan in meinem Backpack-Rucksack. @J. D. Silberschweif

Jahre später entfachte die PlayStation 4 meine Leidenschaft aufs Neue. Doch eine noch größere Liebe entwickelte sich zu meinem Neffen Alexan. Ich begleitete ihn von klein auf beim Aufwachsen, passte auf ihn auf, wechselte Windeln, und wir entwickelten eine tiefe Verbindung.

Als er älter wurde, besuchte er mich oft an den Wochenenden, und ich führte ihn in die Welt des Gamings ein. Wir wurden ein unzertrennliches Team bei Spielen wie Sackboy, Hotwheels, Unravel 2, den LEGO-Superhelden & Star Wars-Titeln oder It Takes Two.

Alleine war ich damals oft im Wilden Westen von Red Dead Redemption 2 unterwegs. Ich war begeistert von der offenen Spielwelt und der Freiheit, besonders die Jagd auf Tiere und das Einfangen und Zähmen wilder Pferde hatten es mir angetan. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Spiel so schnell wieder derart fesseln könnte.

Doch ich täuschte mich: Als ich die hervorragenden Kritiken zu Zelda Breath of the Wild las, kaufte ich mir eine Nintendo Switch und war sofort wieder im Zelda-Fieber. Die Spielmechanik hatte Parallelen zu RDR2, und auch meine Lieblingsbeschäftigungen wie das Jagen und das Zähmen von Pferden kamen nicht zu kurz. Ich sah, dass diese magische Welt Klein und Groß heute noch genauso begeistern kann wie mich damals.

Mein Neffe war zu dieser Zeit erst sieben und hatte als Erstklässler gerade mit dem Lesen begonnen. Bei einem seiner Besuche ließ ich ihn Zelda BotW versuchsweise spielen. Er lernte extrem schnell, war besonders vom Feuerschwert angetan und verbrachte seine Zeit damit, Bäume abzuholzen, Brände zu legen und Dorfbewohner zu erschrecken. Viel mehr brauchte er gar nicht, um seinen Spaß zu haben. 😂

Als er besser lesen konnte, schenkte ich ihm zu seinem 8. Geburtstag mein fertig gespieltes Zelda Breath of the Wild für seine Nintendo Switch. Die Begeisterung war riesig. Ich hatte einen neuen Zelda-Fan erschaffen, der mich ständig anrief, um nach Tipps zu fragen. Doch schnell folgte die Ernüchterung: Er spielte tagelang nur noch und vernachlässigte andere Beschäftigungen wie das Lesen völlig. Das wurde zu meinem persönlichen Weckruf.

Von Hyrule nach Mystiko: Die Idee für ein Kinderbuch wie Zelda

Ich wollte eine Art Zelda Manga erschaffen, der sich für Alexan so packend anfühlt wie seine Abenteuer in Hyrule, ihn aber zum Lesen bringt statt zum Bildschirm. Also beschloss ich, ein Fantasy Kinderbuch zu schreiben, das die Entdeckerlust aus Zelda nutzt, um Kinder zwischen 10 und 14 Jahren aktiv zum Lesen zu motivieren.

Was als erster Entwurf von 15 Seiten begann, wuchs durch wochenlanges Feilen an Ideen, Wendungen und Spannungsbögen zu einem über 90-seitigen Fantasy Kinderbuch heran. Und um das Ganze unvergesslich zu machen, machte ich Alexan zum Helden seiner eigenen Geschichte, und auch meine Nichte ging nicht leer aus: Die Prinzessin im Buch trägt ihren Namen Ayana. Zu seinem 9. Geburtstag erhielt Alexan das Buch wie Zelda, in dem der Protagonist seinen Namen trägt. In einfachen Sätzen erzähle ich eine Heldenreise, die dezent Themen wie Mitgefühl, Freundschaft, Vergebung und Selbstkenntnis behandelt.

Dabei habe ich das Kinderbuch wie Zelda bewusst wie ein Videospiel strukturiert: Die Handlung schreitet zügig voran, ohne langatmige Beschreibungen. Am Ende jedes Kapitels meistert der Held ein Rätsel oder eine Prüfung und erhält als Belohnung ein Stück seiner verlorenen Erinnerung zurück – fast wie „Loot“ in einem Game. Jede Erinnerung wirft neue Fragen auf und befeuert die Neugier auf das nächste „Level“ (Kapitel). Trotz der Action steht dabei eine gewaltfreie Erzählweise im Vordergrund und vermittelt Weisheiten wie: „Den wahren Sieg erlangt man, wenn man dem Gegner die Hand reicht.“

Ein Auszug aus dem Buch: Alexan löst ein Rätsel und betritt einen verborgenen Schrein. @J. D. Silberschweif
Ein Auszug aus dem Buch: Alexan löst ein Rätsel und betritt einen verborgenen Schrein. @J. D. Silberschweif

Künstlerische Wurzeln, die tiefer reichen als Pixel: Vom Comic zum Zelda Manga

Meine kreative Identität wurde nicht nur durch Videospiele geformt. Schon als Kind verschlang ich Helden-Comics und verfasste später auch eigene kurze Geschichten. Meine Wurzeln liegen tief in der franko-belgischen Comic-Kunst: Die Abenteuer-Vibes von Spirou, das Exotische des Marsupilami und der Humor von Gaston prägen meinen Stil bis heute.

Aufgewachsen bin ich zudem mit den märchenhaften Welten von Die unendliche Geschichte und Star Wars, später schärfte die Atmosphäre von Der Herr der Ringe meinen Blick für episches Storytelling. All das floss in die Welt von Mystiko ein. Ich wollte diese Tradition mit der visuellen Wucht eines modernen Zelda Manga kreuzen.

Neben dieser kreativen Seite hat mir mein betriebswirtschaftlicher Hintergrund geholfen, das Projekt von Anfang an auch strukturiert und mit Weitblick anzugehen. Von der Planung über das Selfpublishing bei BoD und Amazon bis zur Vermarktung des Hörbuchs über die eigene, selbst erstellte Webseite.

Moderne Werkzeuge, menschliches Gespür: So entstand das Fantasy Kinderbuch

Cover ALEXAN – Das Geheimnis von Mystiko: Die Legende der Drei Artefakte @J. D. Silberschweif
Cover ALEXAN – Das Geheimnis von Mystiko: Die Legende der Drei Artefakte @J. D. Silberschweif

Als Indie-Autor fehlen einem oft die Mittel für ein ganzes Team. Deshalb nutzte ich moderne digitale Werkzeuge, um professionelle Qualität zu erreichen. Allerdings immer als Hilfsmittel, nie als Ersatz für die eigene Kreativität.

Die Technik unterstützte mich im Lektorat und Korrektorat und als Sparringspartner, doch das menschliche Gespür blieb unverzichtbar. Das mehrmalige laute Vorlesen blieb unerlässlich. Um logische Ungereimtheiten aufzuspüren, stellte ich mir immer wieder verschiedene Fragen wie: Warum handelt die Figur so, wenn das Vorherige doch schon passiert ist oder bekannt war?

So füllte ich Logiklöcher und baute neue Szenen ein. Auch das Feedback von Testlesern und die spätere Hörbuchproduktion waren entscheidend. Durch das konzentrierte Hinhören fand ich die letzten unnatürlichen Stellen.

Für die 23 Illustrationen im Anime-Stil nutzte ich DALL-E und den Microsoft Designer. Die Bilder fielen aber nicht einfach perfekt aus der Maschine. Es brauchte dutzende Anläufe. Ein Beispiel: Beim „Verwunschenen Wald von Lunaria“ tummelten sich im ursprünglichen Bild Wesen, die nicht zur Geschichte passten. Ich löschte sie manuell und hob in Canva die eintönigen Pilze farblich hervor. Auch viele andere Bilder benötigten manuelle Anpassungen mit Canva, damit sie meiner Vision gerecht wurden.

Die verwunschenen Wälder von Lunaria: @J. D. Silberschweif
Die verwunschenen Wälder von Lunaria: @J. D. Silberschweif

Besonders die Weltkarte von Mystiko war eine echte Geduldsprobe: Die KI scheiterte komplett an Logik, Beschriftung und meinen Anweisungen. Nach unzähligen Versuchen erhielt ich endlich eine rustikale Karte nach meiner Vision. Diesen ersten Entwurf nahm ich als Basis und verbrachte Stunden in Canva, um alle Orte, Wälder und Berge exakt dort zu platzieren, wo sie laut Handlung hingehörten.

Die Karte von Mystiko. Links der rohe Entwurf und rechts meine modifizierte Version. @J. D. Silberschweif
Die Karte von Mystiko. Links der rohe Entwurf und rechts meine modifizierte Version. @J. D. Silberschweif

Ein „Zelda Film für die Ohren“

Weil Alexan seine Toniebox liebt und abends gerne Abenteuer hört, kam mir die Idee, mein Buch wie Zelda auch als Hörspiel umzusetzen. Eine Geschichte zum Einschlafen, Kapitel für Kapitel auf den Kreativ-Tonie geladen. Was als einfaches Hörbuch begann, entwickelte sich zu meinem ambitioniertesten Projekt und zugleich zu dem, das mir die meiste Freude bereitet hat.

Wer reinhören möchte – hier gibt es einen Vorgeschmack auf meinen „Zelda Film für die Ohren“.

Mit ElevenLabs gab ich jeder Figur eine eigene Stimme und passte jeden Satz individuell an Tonlage und Stimmung an. Eine professionelle, tiefe Erzählstimme führt durch die Geschichte, während die Charaktere zum Leben erwachen. Für Alexans Toniebox klonte ich zusätzlich meine eigene Stimme, weil er unbedingt wollte, dass ich ihm die Geschichte persönlich erzähle. Doch trotz der verschiedenen Charakterstimmen fehlte noch etwas: die Magie eines echten Kinoerlebnisses.

Tagelang hörte ich mich durch unzählige Samples auf freesound.org und sammelte 400 Soundeffekte. Ich war wie in meinem Element: Durch jahrelanges bewusstes Hinhören bei Filmen und dank meines musikalischen Gehörs wusste ich intuitiv, welche Musik und welche Soundeffekte an welcher Stelle gebraucht werden und ordnete diese strukturiert Kapitel für Kapitel. Mit einem an Zelda angelehnten Score und aufwendigem Mastering in bis zu sechs Spuren entstand ein echtes Hörspiel – ein „Zelda-Film für die Ohren“, der mir jedes Mal unter die Haut geht. Alexan war begeistert, auch wenn er meist nach zwei Kapiteln selig einschlief. 😄

Mehr Hörproben findet ihr auf meiner YouTube-Seite.

Mastering in MixPad. @J. D. Silberschweif
Mastering in MixPad. @J. D. Silberschweif

Die Reise geht weiter

Die Welt von Mystiko ist inzwischen ein Teil von mir geworden. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr Ideen für Fortsetzungen kamen mir in den Sinn.

Irgendwann begann ich, sie aufzuschreiben. So ist in den letzten neun Monaten ein Skript von rund 90 Seiten entstanden, das die Grundlage für drei weitere Bücher bildet. Der Plot und der Spannungsbogen für diese Trilogie stehen bereits fest. Ähnlich wie Tolkien schreibe ich die Bände parallel, um sicherzustellen, dass alle Handlungsstränge perfekt aufeinander abgestimmt sind. Es wird neue Kulturen wie die Auroraelfen auf schwebenden Inseln geben, neue Helden von anderen Völkern mit magischen Tieren, neue Drachen und Wesen sowie noch mehr Magie. Thematisch werden die neuen Bände tiefer gehen und sich auch an schwierigere Themen wie Verlust, Zusammenhalt und Versöhnung heranwagen.

Für die neuen Bücher habe ich bereits eine neue, lebendigere Karte von Mystiko entworfen. Dank der Fortschritte in der KI-Bildgenerierung konnte ich meiner ursprünglichen Karte einen neuen Stil geben. Auch wenn es wieder viele Anläufe, gezieltes Prompten und Feinarbeit in Canva brauchte, bis das Ergebnis meiner Vision entsprach.

Die neue Karte von Mystiko für die kommenden Bände. @J. D. Silberschweif
Die neue Karte von Mystiko für die kommenden Bände. @J. D. Silberschweif

Für mich zeigt dieses Projekt, was heute möglich ist, wenn man Leidenschaft mit modernen Werkzeugen wie KI verbindet: Als Einzelperson ein Fantasy Kinderbuch wie Zelda schreiben, illustrieren und ein cineastisches Hörspiel produzieren – alles in Eigenregie. Der kreative Kopf und das Herzblut müssen dabei immer vom Menschen kommen. Die Technik hilft, die Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Wer neugierig geworden ist, findet alles rund um „Alexan – Das Geheimnis von Mystiko“ und die ausführlichen Hintergrundgeschichten und Blogs zur Entstehung auf meiner Webseite.

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J. D. SilberschweifAndré EymannTobi

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10 Kommentare zu „Wie aus Liebe ein Kinderbuch entstand: Von Hyrule nach Mystiko“

  1. Avatar von Alexander Strellen
    VSG-Autor

    Lieber J.D. Mir gefällt ja deine Idee, Geschichten und Welten für deinen Neffen zu erfinden. Mit deinem Weg zu diesem Ziel bin ich aber nicht einverstanden.
    Warum vertraust du nicht auf deine Fähigkeiten und benutzt stattdessen KI-Tools für deine Texte, Bilder, Audiodateien? Auch wenn deine selbst gezeichneten Bilder vielleicht nicht ganz professionell aussehen. Ist doch egal! Gerade Kinder sehen die Welt noch mit anderen Augen. Für sie muss es nicht perfekt sein. Glaube mir, sie merken wenn etwas authentisch ist und von Herzen kommt. Kinder brauchen die Abwechslung. Wenn wir alles von der KI entwerfen lassen, dann sieht irgenwann alles gleich aus. Das Persönliche und die Ecken und Kanten gehen verloren. Das ist doch schade.
    Als ich Kind war gab es ein Buch das ich toll fand. Noch besser war, wenn es mir jemand vorgelesen hatte. Weißt du was mein Vater gemacht hat? Er hat vorgelesen und dabei seine Stimme auf Kassette aufgenommen. So konnte ich mir das Buch immer wieder vorlesen lassen. Fantastisch! Mir ist dabei doch nicht aufgefallen, das die Aufnahme nicht professionell war.
    Ich war auf deiner Webseite und die spiegelt genau das was ich jetzt geschrieben habe. Ich vermisse dort das persönliche von dir. Die Texte dort klingen für mich, als ob du sie von einer Agentur geliefert bekommen hast. Das ist beliebig und macht mich nicht neugierig. Es schreckt mich eher ab das Buch für meine Kinder zu kaufen. Ich vermute bei der Webseite haben dir auch KI-Tools geholfen?
    Es gibt so tolle Schriftsteller und Zeichner in der Welt der Kinderbücher. Die haben alle mal klein angefangen und mit der Zeit ihr Handwerk gelernt. Eines unterscheidet sie aber alle. Der Stil in dem sie zeichnen oder schreiben. Daran erkennt man sie wieder. KI ist austauschbar. Sie kann Denkanstöße geben. Aber Handwerk kann sie nicht ersetzen.
    Zum Schluß muss ich aber noch eine Sache loswerden. Du hast eine Like für deinen eigenen Beitrag hinterlegt? Das finde ich auch einen seltsamen Stil.

    André EymannStephDocOwerWolfgang
  2. Avatar von Steph
    VSG-Autor

    Spannender Beitrag und Buchvorstellung, was sicher zu breiteren Diskussionen anregt.

    Ich blicke etwas ambivalent auf deine Reise zum eigenen Buch. Grundsätzlich finde ich es toll, dass Menschen ihre Kreativität besser ausleben können, weil die Technik sie dabei entsprechend unterstützt. So wagen sich sicher mehr Menschen ans Schreiben, als das vor ein paar Jahren noch der Fall war. Auch wenn ich KI beispielsweise in medizinischen Bereichen begrüße, betrachte ich die Entwicklung und die ausufernde Nutzung von AI/KI in kreativen Feldern mittlerweile kritisch. Zu Beginn des „KI-Booms“ war ich da selbst noch etwas milder gestimmt.

    Für Inspiration habe ich in der Vergangenheit auch schon AI-Bilder generiert. Finale Grafiken bzw. Bilder aber dennoch immer selbst erstellt, mit eigenem Stil. Mittlerweile sehe ich selbst die Inspirationshilfe kritisch. Wobei ich hier Grafiken in einem viel kleineren Rahmen benötige. Meist erstelle ich Header, Thumbnails oder Icons für die Websitenutzung. Wenn ich mich allerdings nicht in der Lage sehe, finale Grafiken eigenständig zu modellieren, dann zahle ich auch gerne für Bild-Lizenzen oder erteile klassisch Aufträge. Ist mir hier der finanzielle Weg versperrt, dann verzichte ich erst einmal auf Bilddarstellungen.

    Denn man muss hier immer eins bedenken: AI-Grafiken in finalen Produkten zu nutzen, die sich aus den Ideen von Millionen Kreativschaffenden speisen, ohne diese anzuerkennen oder zu vergüten, ist ein gesellschaftliches Dilemma und wertet Kunst und Künstler:innen ab. Gleiches gilt für generierte Texte/Inhalte. 

    Ein weiteres Problem ist dann auch sicherlich die Beliebigkeit, die aus dieser Flut an KI-generierten Inhalten entsteht. Alles wirkt wie der gleiche Brei, viele Texte fühlen sich gleich an, vielen Bildern sieht man es aus 100-Meter-Entfernung schon an, dass sie AI-generiert sind – man ist quasi jetzt bereits von dem Look & Feel solcher Bilder und Inhalte gesättigt.

    Ich wünsche mir in der Hinsicht mehr Mut zur Lücke. Wäre es nicht ein schönerer Prozess gewesen, eine Erstauflage des Buches noch ohne Bilder zu erstellen? Karten und Figuren vornehmlich zu beschreiben, um der Fantasie freien Lauf zu lassen? Wer weiß, welche Gelegenheiten sich geboten hätten, wenn sich jemand Talentiertes aus reinem Interesse, an Zeichnungen anhand dieser Geschichte gewagt hätte?

    Ich würde mich selbst als kreativen Menschen verorten, bin künstlerisch aber eher semibegabt (wenn es um richtige Zeichnungen geht). Ich werde in Zukunft für mein Kind dennoch Dinge selbst kreieren und die Unperfektion dieser Werke, wird uns wahrscheinlich lange unterhalten 😍

    Alexander StrellenWolfgangAndré Eymann
    1. Avatar von J. D. Silberschweif

      Vielen Dank für deinen durchdachten Kommentar und deine ehrliche Perspektive. Ich schätze es sehr, dass du das Thema differenziert betrachtest.

      Die Diskussion um KI in kreativen Bereichen ist wichtig und ich kann deine Bedenken nachvollziehen. Gerade deshalb war mir Transparenz von Anfang an wichtig. Ich kommuniziere offen, dass die Illustrationen mit KI-Unterstützung entstanden sind und in Canva von mir überarbeitet wurden.

      Zu deiner Frage, ob das Buch nicht auch ohne Bilder funktioniert hätte: Absolut, die Geschichte steht für sich. Aber als Indie-Autor ohne Budget für einen Grafiker standen mir zwei Wege offen. Ein Buch ganz ohne Illustrationen oder eines mit KI-unterstützten Bildern, die ich nach meiner Vision gestalte. Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, weil Illustrationen gerade für die Zielgruppe von 10 bis 14 Jahren einen echten Mehrwert bieten: Sie geben den Schlüsselszenen ein Gesicht und helfen jungen Lesern, in die Welt einzutauchen.

      Im Grunde war mein Vorgehen nicht so anders, als würde man einem Grafiker ein detailliertes Briefing geben, auf die Entwürfe schauen und dann sagen: „Hier bitte ändern, das passt noch nicht, diese Wesen gehören da nicht hin.“ Nur dass mein Gegenüber eben eine KI war statt einer Person. Jedes neue kreative Werkzeug wurde anfangs mit Skepsis betrachtet, von der Fotografie über Photoshop bis zum digitalen Zeichentablett. Ich bin überzeugt, dass sich auch hier mit der Zeit ein gesunder, selbstverständlicher Umgang entwickeln wird.

      Deinen Ansatz, für dein Kind selbst kreativ zu werden, finde ich übrigens wunderbar. Am Ende zählt die Liebe, die in einem Werk steckt, egal welches Werkzeug man nutzt. Und die kleinen Imperfektionen machen solche Geschenke erst recht besonders. 😊

      André Eymann
      1. Avatar von DocOwer
        VSG-Autor

        Das Problem, das ich hier sehe, und das immer noch besteht ist, dass KI-generierte Bilder darauf basiert, dass die Modelle mit myriaden von Bildern angelernt wurden, die von den Crawlern einfach gestohlen wurden. Oder wie im Falle von Deviantart „gestohlen“ in Anführungsstrichen, weil die Plattform ihre Nutzerschaft dazu gezwungen hat, KI-Crawling zuzulassen – oder die Plattform zu verlassen.

        Ich kenne und verstehe (wie im anderen Kommentar geschrieben) das Dilemma ja, dass mit KI zwar sehr individuell aussehende Kunst ermöglicht werden kann, und diese für Autoren wie uns einfach ein „leichtes“ Werkzeug für individuelle Artworks ermöglicht.

        Allerdings – und hierfür auch nochmal ein großer Dank an @Steph – muss man anerkennen, dass jedes KI-Artwork auf gestohlenen Bildern basiert.

        Wie du schon sagst kann KI wie ein günstiger Dialogpartner sein, um bestimmte Themen überprüfen zu lassen oder zu verbessern. Daher nehme ich für mich auch die Bilder als Basis, um selbst zu lernen. Um zumindest ein „Dankeschön“ in die Richtung der Künstler zu sagen, deren Artworks zur Generierung von KI-Kunst verwendet wurde.

        Wobei auch hier nicht ganz: Diese Praktik werde ich nicht mehr verfolgen künftig. Die Diskussion hier und auch das „Unwohlsein“ beim Betrachten eines Werks, das ganz ähnliche Methoden verwendet wie ich, hat mir zu denken gegeben und wird künftig bei mir keine Rolle mehr beim Erstellen von Artworks spielen. Denn tatsächlich fühlte ich mich beim Betrachten der Artworks oben etwas unwohl. Nicht dass ich deine Charaktere diskreditieren würde. Aber man erkennt sofort die Handschrift von DALL-E, und diese KI-Werke drücken für mich mittlerweile die Atmosphäre in eine Art „uncanny valley“, wo man das Gefühl hat, dass irgendetwas nicht menschliches seine Finger im Spiel hat.

        Ich habe gesehen dass deine Geschichte auch Antolin-zertifiziert ist. Glückwunsch in der Richtung.

        Aber für mich geht, nach genauerer Analyse und ein wenig Forschung „Mystiko“ leider mehr in Richtung der „Dead Internet Theory“ – und das ist schade, weil du ja selbst schreibst, dass du die Story und jede Wendung selbst geschrieben hast.

        Wenn ich mir beispielsweise die Amazon-Seiten anschaue von Alexan, dann grauts mir direkt. Bei manchen Rezensionen merkt man die KI-Schreibe förmlich heraus. Kein Browser ersetzt automatisch einen – durch ein –. Das machen aber alle Textverarbeitungen oder eben KI. Niemand schreibt eine zwei-Zeilen-Rezension in einer Textverarbeitung. Also ist klar wo die Rezension her kommt, oder?

        Und in den „Verwandten Ergebnissen“ bei Amazon (da kannst du jetzt aber nichts für) sieht man unten ein KI generiertes Cover neben dem anderen.

        In der ganzen KI-Welt gilt ja das Mantra „Geh mit, oder geh unter“. Aber ehrlich – da geh ich lieber unter, und hab meine Geschichten von Hand geschrieben und nie veröffentlicht. Für mich ist das schon ein Unterschied zu Photoshop oder anderen Tools. Denn hier werden Bilder erstellt, die auf Werken anderer basieren, aber ohne dass die Anderen etwas damit zu tun haben. Und es wird Werbung von Prozessen und Programmen gemacht, die unendlich viel Ressourcen fressen und so klingen können, als wären sie ein Mensch.

        Ich wünsche Dir auf deinem Weg natürlich viel Erfolg und finde es toll dass du dir so eine schöne Welt ausgedacht hast, aber die Wege, die du dafür gehst – die kann ich nach etwas tieferer Recherche zum Thema nicht gut heißen.

        André EymannStephAlexander StrellenWolfgang
        1. Avatar von DocOwer
          VSG-Autor

          Lol, und ich sehe grade, dass ausgerechnet der VSG-Kommentarbereich einen kurzen Bindestrich durch einen Langen ersetzt. Diesen Punkt muss ich zurückziehen. Sorry dafür, das wusste ich selbst nicht.

          André Eymann
      2. Avatar von Steph
        VSG-Autor

        Ich kann deinen Argumenten leider nicht ganz folgen, gerade weil diese Argumente die künstlerische Leistung von Illustrator:innen nicht anerkennen. Dass du hier keinen Unterschied zwischen einem „KI-Auftrag“ und einer Beauftragung tatsächlicher Artists siehst, ist schon für eine ganze Branche bedenklich.

        Aber ich will mich auch nicht zu sehr im Kreis drehen, weshalb ich nur auf zwei Punkte konkreter eingehen möchte.

        Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, weil Illustrationen gerade für die Zielgruppe von 10 bis 14 Jahren einen echten Mehrwert bieten: Sie geben den Schlüsselszenen ein Gesicht und helfen jungen Lesern, in die Welt einzutauchen.

        Werke wie Harry Potter haben ganz gut ohne Illustrationen funktioniert und gerade die ersten Bücher waren genau für diese angesprochene Zielgruppe. Man muss nicht gleich nach einem Herr der Ringe streben und ganze Welten skizzieren etc.

        Jedes neue kreative Werkzeug wurde anfangs mit Skepsis betrachtet, von der Fotografie über Photoshop bis zum digitalen Zeichentablett. Ich bin überzeugt, dass sich auch hier mit der Zeit ein gesunder, selbstverständlicher Umgang entwickeln wird.

        Hier geht es nicht um Technologie-Skepsis, sondern um grundsätzliche Werte und darum, wie wir zukünftig mit künstlerischer Leistung und Ausdruck umgehen. Du zählst Tools auf, die Artists unterstützen oder neue Kunstformen erschaffen haben, die aber alle ein eigenes Handwerk darstellen. Auch wenn richtiges Prompten auch erstmal erlernt werden will, besteht immer noch das Problem, dass hier keine neue Kunstform durch diese „neue“ Technologie erschaffen wird, sondern einfach aus bisherigen Werken „geklaut“ wird.

        Eventuell sollten wir und die Welt wieder anfangen, auch moralische Aspekte in solche Themen einzubeziehen – andernfalls verlernen wir Anerkennung und Respekt für kreatives Schaffen.

        André EymannDocOwerWolfgang
  3. Avatar von DocOwer
    VSG-Autor

    Ganz außerhalb von Videospielgeschichten habe ich für meine Töchter, die gerade im leseinteressierten Alter sind, einen ähnlichen Weg wie Du beschritten. Ich hab mir eine Geschichte ausgedacht, und dann drauf losgeschrieben.

    Das Dilemma, das Du auch beschreibst, kenne ich: Lektorat ist wirklich sündhaft teuer, aber gute Testleser sind unfassbar schwer zu finden. Irgendwo braucht man aber Hilfe darüber, ob es Logiklöcher im eigenen Text gibt, ob sprachlich jeder Satz Sinn ergibt und dergleichen.

    Auch bei den Artworks ist es so – echte Künstler sind teuer, und auch wenn man ein wenig Talent beim Malen hat, ist die komplette Illustration eines Kinderbuchs unfassbar aufwändig.

    Bei den Geschichten, die ich für meine Kids schreibe, sind die Protagonistinnen und Inserts am Anfang zwei Jahre älter als die Mädchen zu dem Zeitpunkt. Doch wenn die Bücher fertig sind, passt das Alter meistens.

    Von daher finde ich deinen Ansatz nachvollziehbar. Du hast dir bei den Illustrationen viel Mühe gegeben, dennoch sieht man die KI-Herkunft noch deutlich. Vielleicht als tipp: Ich habe mir auch teilweise für meine Geschichten bei Artworks helfen lassen. Ich habe jedoch dann die „vorgefertigten“ Artworks nur als Vorlage auf dem iPad verwendet und wie ein Tutorial nachgezeichnet. Damit habe ich das Motiv, das ich initial so nicht hätte erstellen können – und habe dann damit gelernt, ein eigenes Artwork daraus zu erschaffen.

    Auch bei den Texten kann Kollege KI teilweise ziemlich fies sein. Ich hatte mir bei einigen Textstellen meiner Romanreihe, die ich noch nebenbei schreiben lasse, helfen lassen. Ich war so begeistert, dass ich teilweise ganze Absätze ins Buch habe fließen lassen. Und jetzt muss ich den ganzen Krempel nochmal umarbeiten, weil es sich einfach so verflixt nach KI liest.

    Ich wünsche Dir, deinem Neffen und Mystiko ganz viel Erfolg. Ich kenne das Gefühl nur zu gut, wenn die fremde Welt eine Eigene wird. Aber um unnötige Diskussionen um die ganze Welt herum zu vermeiden („Oh, das ist nur KI-Slop!!11“) würde ich gerade bei den Artworks noch etwas Überarbeitung, vielleicht in einem schlichteren, aber eigenen Stil vorschlagen. Vielleicht nur als Schwarz-Weiss-Bilder. Und vielleicht 1 oder 2 Key-Arts wirklich von bezahlten Künstlern machen lassen.

    Viele haben wegen des KI-Booms aktuell Commissions offen!

    WolfgangAndré Eymann
    1. Avatar von J. D. Silberschweif

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und dass du deine eigenen Erfahrungen teilst! Dass du für deine Töchter ebenfalls Geschichten schreibst, finde ich grossartig.

      Das Dilemma mit Lektorat und Testlesern triffst du auf den Punkt. Gute Testleser zu finden ist tatsächlich eine der grössten Herausforderungen. Und deine Erfahrung mit KI-Texten kann ich gut nachvollziehen. Genau deshalb habe ich die KI bewusst nur als Sparringspartner fürs Lektorat und die Struktur eingesetzt. Die Geschichte, die Charaktere, jede Wendung und jeder Dialog stammen komplett aus meiner Feder.

      Zu den Illustrationen: Dein Ansatz mit dem Nachzeichnen auf dem iPad ist spannend und zeigt, dass jeder seinen eigenen kreativen Weg findet. Für mich war der Anime-Stil eine bewusste Entscheidung, weil er zur Zelda-Manga-Atmosphäre des Buches passt. Die Bilder sind nicht einfach aus der Maschine gefallen. Hinter jedem der 23 Bilder stecken dutzende Anläufe und manuelle Überarbeitung in Canva, damit sie exakt die jeweilige Szene widerspiegeln. Mir war wichtig, dass die Illustrationen den jungen Lesern eine visuelle Vorstellung der Schlüsselmomente geben und die Fantasie anregen. Das Feedback meiner Leser bestätigt mir, dass genau das funktioniert.

      Danke für deine guten Wünsche und viel Erfolg auch dir mit deinen Geschichten für deine Töchter und deiner Romanreihe!

      André Eymann
  4. Avatar von André Eymann
    VSG-Autor

    Lieber J. D.,

    zunächst einmal lieben Dank für Deinen Beitrag und persönlichen Background.

    Ich kann vieles davon gut nachvollziehen, vor allen Dingen The Secret of Monkey Island auf MS-DOS. Das Abenteuer von Guybrush Threepwood hat mich damals ebenfalls sofort verzaubert. Es mein erstes „richtiges“ Point-and-Click Adventures, dass ich auch vollständig durchgespielt hatte. Eine wundervolle Erinnerung.

    Die Zelda-Spiele hat ich tatsächlich erst mit meinen eigenen Kindern kennengelernt und wir habe sie gemeinsam erlebt. Für mich war das wunderschön, denn durch die Kinder konnte ich das Spiel zusammen mit Ihnen durch ihre Augen erleben.

    Deine Motivation für Dein Buch kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch den Kontext mit Deinem Neffen natürlich. In so einem Umfeld können die Gedanken gedeihen und ich kann mir vorstellen, dass sich vieles fast von selbst schreibt.

    Das Dir als Indie-Autor die KI dabei hilft Deine Ideen in die Tat umzusetzen finde ich ebenfalls sehr logisch. Mein erster Gedanke (als ich die Bilder in Deinem Beitrag sah) war: oh, KI. Mhm. Da will ich ganz ehrlich sein. Als ich dann aber Deine Zeilen las und Deine Offenheit damit umzugehen besser einordnen konnte, wurde mir klar, wie sehr das helfen kann.

    Ich will auch keineswegs hier eine Grundsatzdiskussion über KI anzetteln. Das wäre auch sinnfrei. Ich sehe das sehr differenziert und finde die Möglichkeiten durchaus hilfreich. Außerdem sollten man die Kunst am Ende in ihrer Gesamtheit bewerten. Nicht alles, was mit KI erstellt wurden, ist gleich abzuwerten.

    Für Dein Buch und Hörbuch wünsche ich Dir auf jeden Fall viel Erfolgt und hoffe, dass das Herz, was in Deinem Stoff schlägt viele Leser und Hörer erreicht. ❤️

    1. Avatar von J. D. Silberschweif

      Lieber André,

      vielen herzlichen Dank für deinen offenen und wertschätzenden Kommentar. Es freut mich sehr, dass du vieles nachvollziehen kannst.
      Monkey Island auf MS-DOS – da werden Erinnerungen wach! Guybrush Threepwood war einfach einzigartig. Dass du die Zelda-Spiele erst mit deinen Kindern entdeckt hast, finde ich wunderschön. Genau das ist ja das Magische an diesen Spielen: Sie verbinden Generationen. Bei mir war es eben der Neffe statt eigener Kinder, aber das Gefühl, diese Welten gemeinsam zu erleben, ist dasselbe.
      Deine ehrliche Reaktion auf die KI-Bilder kann ich absolut nachvollziehen – diese Skepsis ist berechtigt und ich begegne ihr oft. Umso mehr schätze ich, dass du dich auf den Gesamtkontext eingelassen hast. Mir war es von Anfang an wichtig, damit offen umzugehen. Die KI war ein Werkzeug, das mir als Indie-Autor Türen geöffnet hat, die sonst verschlossen geblieben wären. Aber die Geschichte, die Vision und das Herzblut dahinter sind zu 100 % menschlich.

      Danke für deine guten Wünsche.
      Ich hoffe ebenfalls, dass die Magie von Mystiko noch viele Leser und Hörer erreicht!

      André Eymann

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