Kinder & Gaming – 5 tolle Spieletipps für jüngere

Kinder & Gaming – 5 tolle Spieletipps für jüngere

Ben Bisc

4 Beiträge · 17 Kommentare · sehr aktiv in Diskussionen

Wenn ihr fleißige Leser oder sogar Autoren von Videospielgeschichten seid, dann haben wir alle etwas gemeinsam: Wir sind leidenschaftliche Gamer. Viele von uns sind inzwischen in dem Alter, in dem der heiß geliebte Nachwuchs die virtuelle Spielwelt für sich entdeckt. Und immer wieder stellt sich die Frage: „Was spiele ich eigentlich mit meinen Kindern?“

Nachdem wir in meinen anderen Artikeln auf meine eigene Videospielvergangenheit zurückgeblickt und auch mein aktuelles Nutzungsverhalten beleuchtet haben, möchte ich heute den Blick auf die nächste Generation richten. Ihr erfahrt, was meine Kinder spielen, wie sie spielen, nach welchen Spielen wir gezielt Ausschau halten und welche Geheimtipps ich euch für drei verschiedene Altersstufen empfehlen kann.

Los geht’s!

Drei Kinder, drei Vorlieben, drei Wünsche

Bevor wir in konkrete Games und entsprechende Empfehlungen eintauchen, müssen wir kurz schauen, wie die Ausgangslage bei uns zu Hause ist und was beziehungsweise wie die Kinder hier spielen. Ich habe drei Jungs im Kindergarten, in der Grundschule und auf einer weiterführenden Schule.

Der Große ist Feuer und Flamme für alles, was mit Fußball zu tun hat, und spielt dazu meist auf dem Smartphone die üblichen Verdächtigen wie Brawl Stars oder Subway Surfers. Für ihn muss alles schnell sein, nicht zu kompliziert, aber gerne mit Progression und Reward-System. Wenn es dann noch erspielbare „Boosterpacks“ oder Ähnliches gibt, ist er sold. Atmosphäre, Challenge, interessante Stories oder richtig gutes Charakterdesign sind nicht seins. Man mag als Papa der alten Monkey-Island-Ära dabei bluten, aber so ist das Leben nun mal.

Ob ich ihn dennoch für etwas anderes begeistern konnte, erfahrt ihr hier auf jeden Fall noch.

Monkey Island 2 - Drei Piraten fragen Guybrush Threepwood
Monkey Island 2 – Drei Piraten fragen Guybrush Threepwood

Der Mittlere mag es chillig, wenn es ans Zocken geht. Gerne mit einem kreativen Touch, aber immer in seinem eigenen Tempo, weshalb er sehr gerne Spiele wie Animal Crossing oder Minecraft spielt.

Eine intensive Geschichte verliert bei ihm auf jeden Fall. Aber er mag es, wenn es tolle Grafiken und Effekte gibt oder seiner Fantasie keine Grenzen gesetzt werden und er ein Gebiet oder Stück Land ganz nach seinem Gusto umformen kann. Alles ohne Zeitdruck, alles ohne Wettkampf und gerne auch alles ohne konkrete Quests oder Aufgaben – das sind seine videospielerischen Wohlfühlzonen. Und wir haben für ihn einige gute Games gefunden, die seinen Horizont hier erweitern konnten.

Wie für viele Kinder in seinem Freundeskreis geht es ihm beim Spielen in erster Linie um die Fülle an Möglichkeiten zur Interaktion und zum Entdecken.

Last but not least haben wir unseren Jüngsten, der gerade erst damit angefangen hat, vom Videospiel-Zuschauer zum Videospieler zu werden. Er mag liebevoll gestaltete und visuell explosive Welten wie in Subnautica, das er aber noch nicht selbst spielen kann, weil die Steuerung noch zu komplex ist. So haben wir mit ihm das eine oder andere „Paw Patrol“-Spiel ausprobiert, in dem es lediglich um „Gehe nach links“, „Gehe nach rechts“ und „Sammle Leckerlis ein“ geht. Er hatte seinen Spaß daran, doch mittlerweile hat er Lust auf mehr, und wir haben uns für und mit ihm nach Alternativen umgesehen.

Lasst uns nun also einfach gemeinsam schauen, was bei uns und den Kids angesagt ist, was nicht so gut lief und was meine Geheimtipps für eure Konsolen und euren Nachwuchs sind.

Für die Großen ist nur die Peer cool genug

Die Zwischenüberschrift lässt es schon vermuten: Man kann den Älteren versuchen, den Spielehorizont zu erweitern, wie man möchte – selten ist etwas cool genug, das die eigenen Eltern vorschlagen. So hat unser Großer keinen Gefallen an „Ori“ gefunden, weil das Gameplay schwer ist und seine Freunde das Spiel nicht kannten. Zwar haben die Kinder seiner Klasse die beeindruckende Optik des Spiels gefeiert, aber richtig eingeschlagen hat dieses tolle Spiel einfach nicht.

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Auch die Klassiker von „Monkey Island“ bis „Day of the Tentacle“ haben ihm nicht zugesagt. Man müsste sich ja in die Rätsel hineindenken und Texte lesen, und generell ist der ganze Kram ja aus der steinzeitlichen Vorsintflut und damit auch raus.

Was bietet man also als Spielejunkie einem solchen Charakter an?

Nun, zunächst habe ich es mit einigen Autorennspielen probiert, und tatsächlich haben wir nach Forza Horizon 5 („zu langweilig“), Burnout Paradise („holt mich nicht ab“) und vielen mehr am Ende zu „CarX Street“ gefunden.

Hier hat er den guten alten Need-for-Speed-Vibe in modernem Gewand – mit Fortschrittssystem, Wirtschaftssystem und einer offenen Welt, in der er sich austoben kann. Autos nach Herzenslust verbasteln und nach einer schnellen Runde durch die Stadt auch noch optisch an die eigenen Vorstellungen anpassen – das hat auf jeden Fall sein Spielerherz erreicht. Zusätzlich zur PC-Version gibt es auch ein Pendant für das Smartphone.

Ich hätte nicht vermutet, dass er und die Kinder aus seiner Gruppe so viel Spaß an dem doch relativ expliziten Fahrzeugtuning haben und sich dazu immer wieder entsprechende Videos auf YouTube anschauen, um das Maximum aus ihren Fahrzeugen herauszuholen.

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Dieses Spiel hat ihn lange beschäftigt, und weil seine Freunde es ebenfalls cool finden, hat er es damit zum Trendsetter in seiner Peergroup geschafft. Was will man mehr?

Hat mein Herz geblutet, als er die alten Point-and-Clicks einfach verworfen hat? Vielleicht! Habe ich mich gefreut, dass er eine gute Alternative zu seinen Mobile Games gefunden hat, die er auch mit mir und seinen Freunden spielen kann? Aber sicher! Haben wir noch viele weitere Dinge ausprobiert, die ihn alle nicht gepackt haben? Leider ja.

Es ist und bleibt dabei: Kickt die Pubertät, dann sind die Freunde das Maß aller Dinge. Und nur wenn die auch Zelda spielen, kriegt man meinen Großen damit hinter dem Ofen hervorgelockt. Ansonsten bleibt es bei ihm einfach bei den mobilen Games. Ab und an schiebt er noch eine Runde „Rocket League“ hinterher, aber auch nur, wenn er seinem jüngeren Bruder dabei das Fell über die Ohren ziehen kann.

Offen für alles, interessiert an vielem

Bei unserem Mittleren gestaltete sich die Suche nach neuen Spielen als recht einfach, denn er ist vielseitig interessiert, nicht besonders festgelegt und kann quasi jedem Genre etwas abgewinnen, solange er im Spiel keinen Zeitdruck hat und ihn entweder die Möglichkeit fesselt, sich kreativ auszuleben, oder es anderweitig innovativ zur Sache geht.

Echte Volltreffer konnten wir hier mit drei tollen Spielen landen.

Als Erstes wäre da „Dave the Diver“, das mittlerweile auch für Smartphones vollumfänglich zur Verfügung steht. Besonders im Fokus standen hier das gemächliche Pacing des Spiels, die tollen Unterwasserwelten und natürlich – wie sollte es anders sein – die Katzen im eigenen Sushi-Restaurant.

Bei der Story benötigt er ab und an Hilfe oder Unterstützung dabei herauszufinden, wo er hin muss, um in der Geschichte voranzuschreiten.

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Des Weiteren haben wir beide gemeinsam sehr lange Zeit mit „Spiritfarer“ verbracht, einem sehr emotionalen Spiel, bei dem es darum geht, verstorbenen Seelen ins Jenseits zu helfen, verpackt in liebevolle Grafiken und garniert mit einer Art Management-Element und dem Kochen von Essen.

Trifft sich gut, er möchte später ja mal Koch werden.

Ganz besonders haben ihm die Musik und das Erkunden der verschiedenen Inseln gefallen, die alle mit kleinen Rätseln und Besonderheiten garniert sind. Ein wirklich tolles Spiel für begleitetes Gaming.

Last but not least hat er seinen Narren an „Winter Burrow“ gefressen. Dieses Spiel hatten wir eigentlich für den Kurzen geholt, dem das Ganze aber etwas zu komplex war und der schnell das Interesse verloren hat.

Für unseren Mittleren allerdings war dieses Spiel genau richtig. Lange hat er mir bei Subnautica zugesehen und kann dem Survival-Genre durchaus etwas abgewinnen. Aber die unglaublich liebevoll gezeichneten Figuren und die pure Niedlichkeit dieses Spiels in Verbindung mit der Möglichkeit, das eigene Baumhaus ganz nach seinen Vorstellungen einzurichten, haben ihn langfristig beschäftigt.

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Ein schwieriges Pflaster

Der wohl wählerischste Charakter hier im Haus ist unser Jüngster, der bisher bei den meisten Spielen nur zugesehen hat, aber auch super schnell frustriert ist, wenn er mit seinen größeren Geschwistern zum Beispiel Mario Kart spielen will und vor lauter Hektik weder die Steuerung noch das Spielgeschehen richtig erfassen kann.

Die eingangs beschriebenen Paw-Patrol-Spiele sind schon nach wenigen Minuten mehr als dröge und bringen nur kurz Freude, wenn er seine Lieblingshunde zum ersten Mal die Bühne betreten sieht.

Also habe ich nach liebevoll gezeichneten Charakteren geschaut, und mir wurde „Winter Burrow“ empfohlen. Doch auch hier war das Spielgeschehen aufgrund der Kernmechaniken wie Hunger und Kälte zu anspruchsvoll, und die Steuerung war ab und an so hakelig, dass das Frustpotenzial sehr hoch war.

Außerdem ist er bei diesem Spiel immer darauf angewiesen, dass ihm jemand beim Lesen hilft. Dadurch hat er schnell das Interesse an der kleinen knuffigen Maus verloren.

Doch hier kommen nun unsere Geheimtipps für jüngere Spieler, und ich möchte mit etwas beginnen, von dem ich selbst nicht für möglich gehalten hätte, wie sehr es mich catcht.

Das erst kürzlich erschienene „Gecko Gods“ versetzt euch in die Lage, einen kleinen Gecko zu steuern.

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Dieser wuselt umher, frisst Insekten, löst Rätsel, kann schwimmen und Boot fahren und sammelt Relikte der alten Gecko-Götter ein.

Das Ganze kommt ohne Gewalt aus (sieht man vom Insektenfressen mal ab), ohne zu schwere Rätsel und mit der Freiheit, quasi alles sehen und beklettern zu können.

Garniert wird das Ganze mit wundervoller Musik und der Möglichkeit, in Vasen, die der Gecko zerdeppern kann, goldene Scherben zu finden, welche der Spieler dann an bestimmten Stellen in das Äußere seines kleinen Lieblings investieren kann.

So ist uns dieser süße kleine Kerl sehr schnell ans Herz gewachsen, und unser Jüngster liebt es, überall hinaufzuklettern, die Aussicht zu genießen oder einfach Gecko-like kopfüber von der Decke zu hängen.

Seit wir dieses Spiel entdeckt haben, möchte er auch im echten Leben ein Gecko sein und kopfüber an der Decke herumkraxeln. 🙂

Als Nächstes haben wir ein absolutes Meisterwerk auf der Liste, das – warum auch immer – bei vielen Eltern komplett unter dem Radar läuft.

Die Rede ist von „The Plucky Squire“ oder „Der kühne Knappe“, wie es auf Deutsch heißt.

Ein wirklich innovatives Steuerungs- und Bedienkonzept lässt uns einen kleinen Helden durch die Seiten eines Märchenbuches steuern und zahlreiche Abenteuer in wundervoll-fantastischer Ausfertigung erleben.

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Ich habe ehrlicherweise noch nie ein Spiel wie dieses gespielt, und auch wenn der Kleine ab und an etwas Hilfe beim Bewegen unseres Helden oder beim Lesen von Texten benötigt, fiebert er jeder Zock-Session mit dem kühnen Knappen total entgegen.

Gerade für Kinder, die vielleicht im letzten Jahr auf die Grundschule gewechselt sind und das Lesen üben wollen, sind die Texte leicht verständlich, nicht zu lang und immer mal wieder eine gute Auffrischung der eigenen Fähigkeiten.

Anders, als der Nintendo-Trailer vielleicht vermuten lässt, gibt es das Spiel natürlich auch auf Deutsch.

Ehrlicherweise benötigt man für die Ausführungen dazu, warum dieses Spiel so großartig ist, quasi einen eigenen Artikel. Aber Reviews schreiben andere Autoren deutlich besser als ich.

Dennoch solltet ihr euch den kühnen Knappen unbedingt einmal ansehen.

Jeder anders, jeder für sich

Am Ende ist und bleibt es einfach so, dass jeder Mensch ein individueller Spieler ist. Was dem einen liegt, das mag der andere nicht. Was der eine großartig findet, das findet der andere dröge.

Bei Kindern lohnt es sich total, auf die individuellen Fertigkeiten und Vorlieben zu schauen und sie insbesondere nicht alleine zocken zu lassen, sondern aus jeder Gaming-Session – sofern möglich – ein Eltern-Kind-Erlebnis zu machen.

Gerade Spiele wie „Spiritfarer“ benötigen durchaus noch erklärende Begleitung und die richtige Einordnung der Dinge, die da so auf dem Bildschirm passieren.

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Einen immensen Vorteil hat das Stöbern nach neuen Spielen für die Kids auf jeden Fall: Man findet selbst immer wieder einige echte Goldstücke unter den virtuellen Alleinunterhaltern, wie zum Beispiel „Gecko Gods“, das ich auch richtig feiere, oder aber wundervolle Spiele wie „The Lonesome Guild“, die den Kindern vielleicht nicht immer zusagen, mir dafür aber als kleiner Lohn für die Recherche eine wundervolle virtuelle Zeit bescheren.

Davinci ist ein gut gelaunter Erfinder-Hase aus dem Volk der Bumblebuns und einer der zentralen Charaktere in The Lonesome Guild.
Davinci ist ein gut gelaunter Erfinder-Hase aus dem Volk der Bumblebuns und einer der zentralen Charaktere in The Lonesome Guild.

Aber nun zu euch: Welche Spiele kommen bei euren Kindern besonders gut an? Habt ihr vielleicht einen Geheimtipp entdeckt, den man als Elternteil unbedingt kennen sollte? Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Empfehlungen in den Kommentaren.

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Alexander StrellenMatthiasAndré Eymann

Kommentare

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8 responses to “Kinder & Gaming – 5 tolle Spieletipps für jüngere”

  1. Avatar von Jo
    Jo
    Gast

    „Untitled Goose Game“ ist mit Kindern im Grundschulalter fantastisch. Man spielt eine Gans (Überraschung ;-)) und sorgt für Chaos in einer Kleinstadt. Man kann nur quaken und mit dem Schnabel Dinge greifen. Auch nur zum Zugucken und miträtseln super gut.
    Was bei uns im Multiplayer für viel Freude gesorgt hat, war „Moving Out“. Man spielt zwei (im zweiten Teil meine ich dass es sogar zu viert ginge) leicht inkompetente Mitrbeiter eines Umzugsunternehmens, die Steuerung ist bewusst schwammig, daher gehen bei den Umzügen auch immer wieder Fenster oder andere Dinge kaputt. Ein großer Spaß. Da kann man als erwachsener Spieler auch viel „ausgleichen“, der jüngere Spieler muss also nicht so „gut“ sein.
    Wenn jemand Minecraft begeistert ist, kann ich auch „Minecraft Dungeons“ empfehlen. Ein „Diablo“-like im Minecraft Universum. Sehr gut gelungen. Besonders im Couch-Coop.
    Aus dem Retro Bereich funktionieren „Super Mario World“ und „Zelda: A Link to the Past“ noch sehr, sehr gut. Graphisch und spielerisch zeitlose Klassiker.

    André EymannBen Bisc
    1. Avatar von Ben Bisc

      Hello Jo!

      Ein FANTASTISCHES Spiel ist Untitled Goose Game aber hier sitzt mit das Alter meiner Jungs im Nacken. Der Kurze will nur rumlaufen und honken, der mittlere hat kein Bock auf die Rätsel und der Große findets Öde xD

      So ist das. Moving Out und Minecraft Dungeons schau ich mir an, vielen Dank!

      André Eymann
  2. Avatar von Alexander Strellen
    VSG-Autor

    Ich versuche erst gar nicht, meinen Kindern meinen Spielegeschmack aufzudrängen. Wahrscheinlich hätte ich als 10-jähriger auch keinen Spaß an Baldurs Gate gehabt. Der Freundeskreis in der Schule hat da schon mehr Einfluss.

    Am Anfang hatte ich den Kinder tatsächlich meine alten Spiele auf dem C-64 gezeigt. Ich war überrascht das Spiele wie Giana Sisters, Bubble Bobble oder Wizard of Wor heute noch begeistern können. Da macht sich einfach die gute Spielmechanik bemerkbar. Sehr schnell wurden dieses Spiele dann doch uninteressant.

    Der 10-jähriger spielt inzwischen nur noch Minecraft und Minecraft Dungeons. Gelegentlich noch Lego Worlds. Er ist ein kreativer Weltenbauer und versinkt in seinen Welten.
    Meine 8-jährige Tochter spielt diese drei Spiele auch, aber sie kann sich noch für andere begeistern. Oft fragt sie zum Beispiel nach Super Mario Bros. Wonders oder Kirby. Mario Kart findet sie auch toll. Auf der PSP spielt sie gerne Loco Roco.

    Komplexe Spiele mögen beide nicht. Man merkt das beide beim Spielen hauptsächlich Spaß haben möchten und nicht viel Zeit mit Rätsel lösen verbringen wollen. Das gemeinsame Spiel ist auch sehr wichtig für beide.

    André Eymann
  3. Avatar von Matthias
    VSG-Autor

    Und Danke für schönen Inspirationen!

    André EymannBen Bisc
    1. Avatar von Ben Bisc

      Sehr gern!

      André Eymann
  4. Avatar von Matthias
    VSG-Autor

    Eine Schubkarre voller Spieleideen habe ich auch für meine Kids (10). Es ist, wie du es beschreibst, alles eher ambivalent und wieder ein Musterbeispiel, wie sich das wirkliche Leben zeigt. Natürlich ist das kein Selbstläufer, ich habe mich jahrelang als Games-Connoisseur etabliert (denkste) und den Kindern ein bunte Zukunft toller Spielvorschläge angeteast, aber dann kommen eigene Ideen, eigene Geschmäcker, an denen ich auch mal abpralle. Aber alles halt so wild.
    Wir haben bei uns die Logo Harry Potter Collection, die spielen wir voranschreitend, je nachdem wie wir im Alter mit dem vorherigen Lesen der Bücher und Schauen der Filme stehen. Er wird aber ehrlich am liebsten so ein Freispielmodus benutzt, wo man sich mit verschiedenen Lego-Fahrzeugen überbügeln kann.
    Andere Spiel sind dann mal Mario Wonder, wobei das knackig wird und schnell Frust kommt und Mario Kart 8, aber ohne CPU-Fahrer.
    Ansonsten was auch mal vorkommt ist Backseat-Gaming angesagt. Da gab es aber schon auch mal eine versehentlich ungeeignete Erfahrung, als ich Replaced auf dem Steam Deck gespielt habe und plötzlich eine Tochter hinter mir steht (und wenn sie es ganz genau wissen will, direkt über dem Screen hängt). Inklusive nachgelagertem innerfamiliären Austausch, zu dem was meine Tochter da (unangemessenerweise) gesehen hat und was sie beschäftigt hat. Zum Glück ist das bei uns dann diskutierbar und grundsätzlich vertrauensvoll.
    Aber, bei zukünftig etwas mehr Vorsicht, können sie ja aus dem Zuschauen auch mal fragen, ob sie ans Pad dürfen, das Angebot ist da und streue ich manchmal ein. Und dann abwarten, wo sich Interessen auftun und damit weitergehen.
    Mein geplantes Gaming-Curriculum habe ich gar nicht erst weiter ausgearbeitet.
    Das macht es mir jetzt leichter, weil ich einfach das zocke, was ich will, altersangemessen, wenn ich Zuschauerinnen haben könnte und dann gehe ich von dort aus los. Da ich selbst auch immer mal Retro-Phasen habe, sehen sie dann eh auch die guten alten Schätze.
    btw: Da ist es dann eine Wohltat, wenn Spiele Profile oder Spielstände unterstützen, zwischen denen man auch hin- und herkopieren kann.

    André EymannBen Bisc
    1. Avatar von Ben Bisc

      Das schon immer ein sehr wichtiger Punkt, den du da mit „zum Glück ist das bei uns diskutierbar“ ansprichst. Aus meiner Erfahrung heraus ist das „begleitete Gaming“ ein unfassbar wichtiger Punkt. Zum einen spüren die Kids deine Begeisterung, wenn du sie für spiele hegst und zum anderen ist es wie im Artikel geschrieben SUPER WICHTIG kinder nicht an games „abzuschieben“ sondern sie an die Hand zu nehmen und zu erklären, auch wenn da mal was dabei ist, was sie vielleicht besser nicht hätten sehen sollen…

      André EymannMatthias
      1. Avatar von Matthias
        VSG-Autor

        _____________________

        Das ist die Unterstreichung für deinen Punkt. Absolut! Begleitend und offen für die Kommunikation sein, und nicht urteilend. Das sagte auch ein Medienpädagoge an einem Elternabend zu Smartphones in der Schule. Wenn man als Eltern da kein Interesse aufbringt, begleitet oder in den Augen der Kinder „strafend“ agiert (weil man vielleiht auch geschockt ist und beschützen will), dann ist die Zimmertür zu und die Kinder sind allein damit. Und dann versuchen sie das, was sie entdecken, mit sich allein auszumachen, auch die unguten Sachen. Herausfordernder Balanceakt.

        André EymannBen Bisc

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