Computercamps in den 1980ern – wie wir in den Ferien programmieren lernten

André Eymann

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28.06.2011·11 Minuten
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Ferien sind eine besondere Zeit. Gerade für junge Menschen bieten sie die Gelegenheit, Neues auszuprobieren, Abenteuer zu erleben und Erfahrungen zu sammeln, die in Erinnerung bleiben.

Auch in den frühen 1980er Jahren nutzten junge Menschen ihre Ferien, um etwas Neues auszuprobieren. Einige von ihnen verbrachten ihre freie Zeit in sogenannten „Computerferienlagern“. Dort programmierten sie in BASIC, spielten mit den Geräten und tauschten sich mit Gleichgesinnten über die noch junge Welt der Heimcomputer von Atari, Commodore und anderen Herstellern aus. Doch wie sah der Alltag in diesen Camps tatsächlich aus – und wie haben die Kinder und Jugendlichen diese besondere Zeit erlebt?

Eine Idee aus Amerika

Die Idee der Computercamps entstand in den USA und fand Anfang der 1980er Jahre auch ihren Weg nach Europa. Zu den Pionieren gehörte der Amerikaner Dr. Michael Zabinski, der 1977 die National Computer Camps gründete. Das erste Camp fand im Sommer 1978 in Orange im US-Bundesstaat Connecticut statt.

Kurze Zeit später entwickelte der amerikanische Softwareentwickler Denison Bollay die Idee weiter. 1980 gründete er im Los Padres National Forest nahe Santa Barbara das California Computer Camp, das bereits im folgenden Jahr als größtes Computercamp der USA galt. Dort wurde das Programmieren mit klassischen Ferienaktivitäten wie Schwimmen, Reiten oder Wandern verbunden. Die Kinder lebten in einfachen Hütten und verbrachten einen großen Teil ihrer Zeit gemeinsam an Heimcomputern verschiedener Hersteller. Eine Woche in einem amerikanischen Computercamp kostete Anfang der 1980er Jahre etwa 300 bis 400 US-Dollar.

Bollays Vision war klar: In einer zunehmend von Computern geprägten Gesellschaft würden Menschen ohne entsprechende Kenntnisse im Nachteil sein. Computerwissen hielt er deshalb für ebenso wichtig wie Lesen und Schreiben. Sein Ziel war es, junge Menschen früh für Computer zu begeistern und ihnen Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in Zukunft benötigen würden.

Auch in Deutschland fand die Idee schnell Anklang. In der ersten Hälfte der 1980er Jahre boten verschiedene Veranstalter Computerkurse innerhalb und außerhalb der Schulferien an. Das Interesse kam nicht von ungefähr: Heim- und Kleincomputer wie der Commodore VC 20 und C64, der TI-99/4A oder später Ataris 600 XL und 800 XL hielten zunehmend Einzug in die Haushalte. Entsprechend groß war der Bedarf an Wissen und Austausch – Möglichkeiten, die Schulen und das private Umfeld damals längst nicht immer bieten konnten.

Das Interesse an den Computercamps war groß. Viele Angebote richteten sich an Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 11 bis 15 Jahren, die mehr über die neuen Heimcomputer und ihre Möglichkeiten erfahren wollten. Von diesem Wissensdurst profitierten auch Zeitschriften wie Happy Computer oder HC – Mein Home-Computer, die ihre Leser regelmäßig mit Programmen, Tipps und Informationen rund um die noch junge Heimcomputerwelt versorgten.

Was kosteten Computercamps?

Doch wer bot solche Computercamps eigentlich an, was lernten die Kinder dort – und wie tief mussten ihre Eltern dafür in die Tasche greifen? Die Angebote unterschieden sich erheblich, wie ein Blick auf einige Beispiele aus dieser Zeit zeigt.

Veranstalter / OrtDauerPreisAngebot
Ostseebad Damp 2000 (Schleswig-Holstein)7 Tage90 DM„Computern von 8 bis 80“; Unterkunft nicht enthalten
Jugendherberge Gersfeld (Hessen)7 Tage290 DMBASIC für Anfänger; Unterkunft und Verpflegung inklusive
Jugendherberge Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg)7 Tage368 DM„Erlernen von Microsoft-Befehlen“; Vollpension, Übernachtung und Fachbücher inklusive
Ferienclub Lüneburger Heide (Niedersachsen)7 Tage490 DMProgrammierkurse, Unterricht und Freizeitaktivitäten; Vollpension inklusive
Verkehrsamt Bestwig (Nordrhein-Westfalen)6 Tage550 DMMSX-BASIC; Halbpension inklusive
Computercamp Mauterndorf (Österreich)7 Tage554 DMComputerlehrgänge; Übernachtung, Verpflegung und Anreise inklusive
Bad Aussee (Österreich)7 Tage560 DM„Das Leben und die Arbeit mit dem Computer“; Kost und Logis inklusive
Hotel Sauerland Stern (Hessen)7 oder 14 Tageab 650 DMBASIC, Computer-Allgemeinwissen, Einsatzmöglichkeiten und Zusatzgeräte; Einzelzimmer +17 DM/Tag
Schloß Dankern (Emsland)7 Tage650 DMEinführung in verschiedene Computersprachen; Vollpension inklusive
Stadt Bad Harzburg (Niedersachsen)14 Tage990 DMComputerseminare, Unterkunft, Verpflegung und Freizeitprogramm
Kompaß-Sprachreisen (Margate, England)22 Tage1.770 DMEnglische Grammatik mit dem Computer; Anreise und Unterkunft inklusive

Quellen: DIE ZEIT, Nr. 20 vom 10. Mai 1985; DER SPIEGEL, Nr. 39 vom 26. September 1983; DIE ZEIT, Nr. 45 vom 4. November 1983.

Die Preisunterschiede waren erheblich, und für viele Eltern dürfte die Entscheidung für ein solches Camp auch eine finanzielle Frage gewesen sein. Als Zwölfjähriger bekam ich damals beispielsweise weniger als 15 DM Taschengeld im Monat – und davon wollten natürlich auch alle anderen Interessen finanziert werden. Eine Woche Computercamp lag damit für Kinder weit außerhalb dessen, was sie selbst bezahlen konnten. Die Teilnahme war deshalb keineswegs selbstverständlich und dürfte für viele ein echtes Privileg gewesen sein.

Für viele Eltern dürften solche Angebote besonders attraktiv gewesen sein: Sie schlugen eine Brücke zwischen der Faszination für Telespiele und der vermeintlich „sinnvollen“ Nutzung eines Computers.

Eine Atari-Spielkonsole kostete 1984 etwa 298 DM inklusive Pac-Man-Modul. Weitere Spielmodule schlugen mit rund 99 bis 169 DM zu Buche – ein günstiges Vergnügen war das also nicht. Heimcomputer waren in der Anschaffung häufig noch teurer. Für Eltern lag deshalb die Hoffnung nahe, dass ein Computer nicht nur zum Spielen dienen, sondern langfristig auch beim Lernen helfen und nützliche Kenntnisse vermitteln würde. Ein Computercamp konnte aus dieser Perspektive als zusätzliche Investition in die Zukunft des eigenen Kindes erscheinen.

Der Boom der Heimcomputer wirkte sich auch auf den Markt der Telespiele aus. So bot das Versandhaus Quelle 1984 mit dem CompuMate eine ungewöhnliche Erweiterung für das Atari VCS an. Das vom amerikanischen Hersteller Spectravideo entwickelte Gerät wurde in Deutschland unter der Quelle-Hausmarke Universum vertrieben und verwandelte die Spielkonsole in einen einfachen Heimcomputer. Mit Tastatur und Microsoft BASIC ließen sich eigene Programme schreiben; außerdem waren ein Musikprogramm und eine einfache Zeichenfunktion integriert. Bei Quelle kostete die Erweiterung 99,50 DM.

Auch Philips versuchte, die Grenze zwischen Spielkonsole und Heimcomputer zu überwinden. Für das Videopac+ G7400 erschien 1983 das C7420 Home Computer Module. Die Erweiterung stattete die Konsole unter anderem mit einem Z80-Prozessor, zusätzlichem Speicher und Microsoft BASIC aus und machte sie damit zu einem programmierbaren Heimcomputer. Mit 398 DM war das Modul allerdings alles andere als günstig.

Puddingwettessen oder Maschinensprache?

Je nach Veranstalter waren die Computercamps unterschiedlich organisiert. Häufig gehörte der Vormittag den Computern, während am Nachmittag klassische Freizeitaktivitäten auf dem Programm standen – vom Schwimmen bis zum Puddingwettessen.

In der Happy Computer vom Juni 1987 erinnert sich ein ehemaliger Teilnehmer an seine Zeit im Computercamp in Tönning:

„Ich war im Computercamp in Tönning. Nachmittags konnten wir entweder in der Eider eine Schlickschlacht machen, oder zu den Seehundbänken schippern. Im Computerlehrgang haben wir Sound & Sprites durchgenommen. Ich kann Computercamps nur empfehlen.“

Auch überregional wurde über die Computercamps berichtet. Zeitungen und Zeitschriften wie die FAZ, DIE ZEIT, DER SPIEGEL oder die Bild am Sonntag griffen das neue Phänomen auf und machten es einem breiteren Publikum bekannt. Auffällig war allerdings das deutliche Ungleichgewicht zwischen Jungen und Mädchen: Wie in vielen Bereichen der frühen Heimcomputerwelt waren Mädchen auch in den Computercamps stark unterrepräsentiert.

Das Problem war durchaus bekannt. Einige Veranstalter bemühten sich deshalb gezielt darum, mehr Mädchen für ihre Computerkurse zu gewinnen. Dennoch blieb die Beschäftigung mit Computern in dieser Zeit stark männlich geprägt.

Im Mittelpunkt der Wissensvermittlung stand meist die Programmiersprache BASIC. Sie eignete sich besonders gut für erste Schritte in die Programmierung und gehörte bei vielen Heim- und Kleincomputern von Atari oder Commodore zur Grundausstattung. So lernten die Kinder und Jugendlichen einfache Programmabläufe mit Befehlen wie IF…THEN oder arbeiteten mit READ und DATA. Neben aufeinander aufbauenden Kursen wie BASIC I und BASIC II wurden auch Lehrgänge zu LOGO, Maschinensprache beziehungsweise Assembler, PASCAL oder MSX-BASIC angeboten.

„Jetzt kommt wieder Action in die Ferien!“

Das Hotel Sauerland Stern warb 1984 für seine Atari-Computercamps mit dem Slogan „Achtung! Jetzt kommt wieder Action in die Ferien!“. Auch Atari nutzte die Camps, um seine Heimcomputer einem jungen Publikum näherzubringen, und stellte für einige Kurse Geräte kostenlos zur Verfügung. Rund 90.000 Werbebeilagen zum Campangebot wurden über das Atari Club Magazin verteilt. Teilnehmen konnten Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. Wenig später wurden auch Computerkurse für Erwachsene angeboten.

So schön die Seminarorte auch gelegen waren: Berge, Wanderungen, Tennis oder Squash konnten mit den Computern offenbar nur schwer konkurrieren. Viele Teilnehmer wollten am liebsten „den ganzen Tag vor dem Ding sitzen“. Da konnte draußen noch so sehr die Sonne scheinen – der mit grünen Vorhängen abgedunkelte Computerraum war für sie einfach spannender.

Wie schnell sich die Jugendlichen in die neue Materie einarbeiteten, überraschte offenbar auch die Kursleiter. In einem zeitgenössischen Bericht heißt es, dass Teilnehmer das ursprünglich für sieben Tage vorgesehene Lernprogramm bereits nach zwei Tagen absolviert hatten. Das Wissen hätten sie dabei „wie ein Schwamm“ aufgesogen.

„Statt 3 Stunden sollten wir lieber sechs Stunden computern. Das wäre spitze!“, wünschte sich ein Teilnehmer. Eine Betreuerin kommentierte die Begeisterung mit den Worten: „Denen muss man mit Gewalt den Stecker rausziehen.“ Selbst die zur Entspannung bereitgestellten Telespiele konnten offenbar nur schwer mit dem Programmieren konkurrieren. Viele der Jugendlichen wollten lieber eigene Programme schreiben und ausprobieren, was sie mit den Computern selbst erschaffen konnten.

Wie erstaunlich schnell sich manche Kinder in die neue Technik einarbeiteten, zeigt auch eine Erinnerung von Michael Zabinski, dem Gründer der National Computer Camps. Er berichtete 1984 von einem neunjährigen Teilnehmer, der Assembler gelernt und anschließend einen landesweiten Assembler-Wettbewerb auf einem TRS-80 gewonnen habe.

Computerspaß gab es sogar unter der Sonne Tunesiens. Im Club Aldiana standen während der Weihnachtsferien Atari 600 XL samt Peripherie bereit, an denen sich junge Urlauber mit BASIC und den Grundlagen der Computerei beschäftigen konnten. Zum Einsatz kam unter anderem die von Atari produzierte Lernkassette „Programmieren leicht gemacht“, moderiert von Dagmar Berghoff. Und natürlich durfte auch gespielt werden – schließlich sollten Strand, Meer und Computer gemeinsam für Ferienlaune sorgen.

Ganz günstig war dieser besondere Computerurlaub allerdings nicht: Sieben Tage im Ferienclub Aldiana kosteten inklusive Flug und Vollpension 849 DM. Neben BASIC standen klassische Urlaubsaktivitäten wie Bogenschießen, Segeln oder Malen auf dem Programm. Auch andere Ferienclubs wie der Club Méditerranée nahmen Computerkurse in ihr Angebot auf. Es musste ja nicht immer Schnorcheln sein.

Die Computercamps waren aber nicht nur Orte zum Lernen und Programmieren. Hier trafen Kinder und Jugendliche auf Gleichgesinnte, die ihre Begeisterung für Computer teilten. Manche Kontakte reichten dabei weit über die gemeinsamen Ferientage hinaus.

Erinnerungen von Zeitzeugen

Lernen und Spielen im Computercamp auf Schloß Dankern im Emsland. (Bild: IDG-Verlag / RUN, 1985)
Lernen und Spielen im Computercamp auf Schloß Dankern im Emsland. (Bild: IDG-Verlag / RUN, 1985)

Thomas nahm 1984 an einem Computercamp auf Schloß Dankern teil und erinnert sich noch gut an die Kontakte, die dort entstanden: „Ich habe viele andere Jungs kennengelernt, mit denen ich die nächsten Jahre per Post Spiele getauscht habe.“ Manche Campbekanntschaften führten sogar zur Gründung eigener Computerclubs in den Heimatorten, in denen Programme getauscht und die neuesten Informationen über Heimcomputer weitergegeben wurden.

Auch Alexander berichtete mir von einer frühen Begegnung mit Computercamps:

„Dass es so etwas wie Computercamps gab, hatte ich während einer Reise mit meinen Eltern in die Dominikanische Republik 1983 kennengelernt. Wir waren damals im Club Med Punta Cana zu Gast; zu dieser Zeit gefühlt noch als einzige deutsche Urlauber. Dort liefen gerade die Vorbereitungen für ein Atari-Computercamp.

Leider endete unser Urlaub kurz vor Beginn des Camps. Ich war darüber tief traurig, zugleich aber auch wild entschlossen, unbedingt an so einem Camp teilnehmen zu wollen, wenn es das irgendwann auch einmal bei uns geben sollte.

Lange musste ich nicht darauf warten. Die frohe Kunde kam schon bald im Atari Club Magazin. Mein damaliger bester Freund, der als einziger meiner Mitschüler ebenso computerbegeistert war wie ich, war ebenfalls sofort Feuer und Flamme. Am schwierigsten schien es uns, unsere Eltern von der Sache zu überzeugen. Schließlich war das Ganze im Vergleich zu einem normalen Ferienlager ja nicht gerade billig. Zu unserem Erstaunen gelang uns das in beiden Fällen aber recht schnell.

Unsere Vorfreude war so groß, dass wir mit haufenweise Papier zu dem Camp angereist sind, auf dem wir zuvor unsere eigenen Programmierideen zusammengekritzelt hatten.

Während des Camps konnte es uns nie schnell genug gehen. Ich glaube, wir haben die beiden Kursleiter mit unserem Wissensdurst ganz schön gefordert. Das daneben angebotene sportliche Freizeitprogramm empfanden wir dagegen fast schon als störend. Einmal pro Woche gab es anstelle des Freizeitprogramms dafür aber Videospiele satt, was uns dann doch wieder einigermaßen versöhnt hat.

Ich weiß noch gut, wie ich meine Eltern nach dem Camp wochenlang damit genervt habe, diverse Magazine und Zeitschriften nach Artikeln und Fotos zu durchforsten. Atari hatte das Camp damals nämlich selbstverständlich auch zu Marketingzwecken genutzt und zahlreiche Pressevertreter eingeladen.

Diese durften nicht nur einer Vorstellung der zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht im Handel erhältlichen Modelle Atari 600 XL und 800 XL durch den damaligen Vertriebsleiter von Atari Deutschland, Karl-Heinz Burbank, beiwohnen, sondern bekamen ebenso die Möglichkeit, uns Kinder in lockerer Runde zu interviewen.“

Von der Vision zur Wirklichkeit

Mit dem Wandel der Heimcomputerwelt verloren auch die klassischen Computercamps gegen Ende der 1980er Jahre allmählich an Bedeutung. Geblieben sind die Erinnerungen an eine Zeit, in der Computer für viele Kinder und Jugendliche noch etwas vollkommen Neues waren. Sie lernten dort nicht nur BASIC, Maschinensprache oder den Umgang mit einem Heimcomputer, sondern trafen auf Gleichgesinnte, tauschten Programme und Ideen aus und entdeckten gemeinsam eine neue digitale Welt.

Michael Zabinskis Vision, Computerwissen könne eines Tages ebenso selbstverständlich werden wie Lesen und Schreiben, mag Anfang der 1980er Jahre noch kühn geklungen haben. Heute ist die digitale Welt aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Computercamps waren ein frühes Kapitel dieser Entwicklung – und für manche Teilnehmer vielleicht der Moment, in dem aus bloßer Neugier eine Begeisterung wurde, die sie noch lange begleiten sollte.

Warst Du selbst in den 1980er Jahren in einem Computercamp? Dann erzähl uns davon! Wo warst Du, an welchen Computern habt Ihr gearbeitet – und woran erinnerst Du Dich heute noch? Vielleicht können wir die Erinnerungen der Zeitzeugen mit Deiner Geschichte um ein weiteres Kapitel ergänzen.

Bildergalerie

Atari Computer Camp im Hotel Sauerland Stern in Willingen vom 05.08.1983–19.08.1983. (Bild: Neue Revue 1983/42)
Atari Computer Camp im Hotel Sauerland Stern in Willingen vom 05.08.1983–19.08.1983. (Bild: Neue Revue 1983/42)

Quellen

  • „Anbieter von Computercamps in Deutschland, Österreich und England“, DIE ZEIT, Nr. 20 vom 10.05.1985
  • „Ich heiße Jens, und wie heißt du?“, DER SPIEGEL, Nr. 39 vom 26.09.1983
  • Kursangebot: Urlaub vor dem Computer, ZEIT Online, 04.11.1983
  • Fred D’Ignazio: The World Inside The Computer: New Directions For Computer Camps, COMPUTE!, März 1984.
  • Beitragsbild: Computerferien unter südlicher Sonne: Im Club Aldiana in Tunesien konnten junge Urlauber an Atari 600 XL programmieren und spielen. (1983)
  • URLAUB IM COMPUTER-CAMP, Artikel von Ralf Bülow auf dem Blog des Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) vom 04.08.2020

Dieser Artikel ist in seiner Originalform in der Zeitschrift RETURN, Ausgabe 5, Herbst 2010 erschienen.

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5 Kommentare zu „Computercamps in den 1980ern – wie wir in den Ferien programmieren lernten“

  1. Avatar von Carsten
    Carsten
    Gast

    Oh ja! Danke für die Erinnerung !

    Ich wollte damals unbedingt auch meine Ferien in einem Computercamp verbringen. Leider war dieser ausgebucht (laut meines Vaters…)

    Als Entschädigung durfte ich mich in den Ferien jeden zweiten Tag so lange wie ich wollte meinem heißgeliebten C64 widmen… Das waren noch Zeiten…

  2. Avatar von André Eymann

    Ich hätte damals sicher gern an so einem Camp teilgenommen. Aber an mir ist die Existenz solcher Computercamps vollkommen vorübergegangen. Mal abgesehen davon, dass meine Eltern vmtl. niemals das Geld investiert hätten. Vielleicht war das eher privilegierten Kinder vorbehalten? Ich kann mir vorstellen, dass man dort viele Gleichgesinnte gefunden hätte. Die heutige „Retro-Szene“ verbindet ja auch weltweit ein ähnliches Interesse und man versteht sich oft auf Anhieb. Obwohl Länder und Sprachen dazwischenstehen.

  3. Avatar von Hähnchen
    Hähnchen
    Gast

    „CompuMate“ oder sowas ähnliches besaß ich auch für meinen VCS 2600, wir hatten nur eine billig Variante davon gehabt, sowas wie eine Klarsichtmatte als Tastatur, die man zusammen Rollen konnte, die auf das Atari gelegt wurde, meine ich…

    Da hatte ich meine ersten Basic übungen gemacht, meinem Namen geschrieben und ihn über den Bildschirm laufen lassen 😀

    1. Avatar von André Eymann

      Eine „Klarsichtmatte“, die man zusammenrollen konnte und die auf das Atari VCS gelegt wurde? Darüber würde ich gern mehr erfahren. Meines Wissens gab es nur das Spectravideo / Universum CompuMate. Auch Deine Beschreibung der BASIC-Möglichkeiten würde dazu passen.

  4. Avatar von schlonzi
    schlonzi
    Gast

    Interessant das die Kids schon damals regelrecht „hineingezogen“ wurden in die neuen Medien. Dieser Effekt hält ja bis heute an. Wobei es damals (zumindest aus heutiger Sicht) weniger ums Konsumieren ging, sondern dank Basic auch kreativ gestaltet wurde…

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