Das Verschwinden der Videospielautomaten in Deutschland

Das Verschwinden der Videospielautomaten in Deutschland

André Eymann

171 Beiträge · 1.141 Kommentare · tragende Stimme der Community

Habt ihr in den 1980er Jahren auch unzählige Münzen in Videospielautomaten gesteckt? Dann geht es euch wahrscheinlich wie vielen anderen, die in dieser Zeit groß geworden sind. Doch eines Tages war es plötzlich vorbei: Die Geräte verschwanden aus dem öffentlichen Raum – und damit auch aus dem Blickfeld der Jugendlichen.

So manch einer fragt sich bis heute, was damals dazu führte. Dieser Text begibt sich auf die Spurensuche und versucht, ein wenig Licht in die Vergangenheit zu bringen. Warum verschwanden die Videospielautomaten aus Deutschland?

Klassische Automaten in einer US-amerikanischen Arcade. (Bild: André Eymann)
Klassische Automaten in einer US-amerikanischen Arcade. (Bild: André Eymann)

In den Achtzigern hatte längst nicht jeder Jugendliche in Deutschland ein eigenes Videospiel zu Hause. Und mit Videospiel meine ich hier nicht eine der unzähligen Telespielvarianten des immer gleichen Bildschirmtennis von Grundig, Palladium oder ITT.

Diese sportlichen Schwarz-Weiß-Spielkästen waren meist mit zwei Controllern und einer Lightgun ausgestattet – einem Pistolenimitat, das mithilfe einer Photodiode auf das Geschehen auf dem Bildschirm reagierte. In vielen Haushalten gehörten solche Geräte damals bereits zur Ausstattung. Letztlich waren sie allesamt Varianten oder Nachbauten des Videospielklassikers Pong.

Ich meine Videospiele, bei denen austauschbare Cartridges farbenfrohe Spiele auf den Bildschirm zauberten. Zu dieser Kategorie gehörte zum Beispiel das Atari VCS. Aufgrund des hohen Anschaffungspreises von rund 379 DM und der ebenfalls teuren Spiele konnte sich allerdings nicht jeder ein eigenes VCS leisten. Für viele fand die erste Begegnung mit Videospielen deshalb an öffentlichen Orten statt.

Gemeinsam auf Punktejagd

Diese Begegnungen fanden zum Beispiel im Imbiss um die Ecke, in Kaufhäusern, an Supermarkteingängen, in Kinos, Schwimmhallen oder in den sogenannten Arcades statt. Denn dort standen sie: bunt, auffordernd und mit ihren weltraumähnlichen Klängen kaum zu überhören.

Doch selten standen sie allein. Meist waren sie von mehreren, überwiegend männlichen Jugendlichen umringt, die angespannt um die Rettung der Erde vor ihrer Vernichtung (Missile Command) oder um die olympische Goldmedaille (Hyper Olympics) kämpften.

Das vorrangige Ziel war jedoch das Erreichen des sogenannten High Scores – also der Spitzenposition auf der Bestenliste des Automaten. Die Auswahl an Spielen wuchs dabei stetig.

Ms. Pac-Man von Bally Midway. Kreisgelbe Überheldin mit Schleife im Haar. (Bild: André Eymann)
Ms. Pac-Man von Bally Midway. Kreisgelbe Überheldin mit Schleife im Haar. (Bild: André Eymann)

Zu den größten Hits in den Arcades gehörten sicher Titel wie Space Invaders, Asteroids, Phoenix, 1942, Gyruss oder Moon Patrol. Chronologisch betrachtet befinden wir uns genau in jener Phase der Videospielgeschichte, in der Flipperautomaten langsam aus der Mode kamen und Videospielkonsolen die Kinderzimmer noch nicht erobert hatten. Heimcomputer und PCs steckten noch in den Kinderschuhen, und an das Internet war ohnehin nicht zu denken.

Das Spielen am Automaten hatte etwas spürbar Soziales. Ständig versuchte man, den Vorgänger auf der Bestenliste zu übertreffen. Gerade das machte den Sieg zu einem ganz persönlichen Ziel, das mit Ehrgeiz verfolgt wurde. Gleichzeitig wurde der Punkterekord des anderen respektiert und als spielerische Herausforderung verstanden.

Viele Spiele konnte man gemeinsam spielen. Dadurch wurde das eigene Geschick nur noch mehr gefördert. War das Spiel zu Ende, hatte man außerdem einen guten Grund, einen weiteren Versuch zu wagen.

Man spielte übrigens nicht nur gemeinsam, wenn man selbst aktiv an der Maschine stand. Das Zuschauen bei anderen Spielern sowie der Austausch von Tipps und Tricks waren mindestens genauso wichtig wie das eigene Spiel. Es gehörte einfach zur Spielkultur dazu.

Und genau das ist bis heute geblieben. Noch immer sprechen wir über Spiele, Strategien und unsere Erlebnisse. Wir teilen Höhen und Tiefen, erinnern uns an besondere Momente und erleben Videospiele dadurch gemeinsam – auch wenn jeder für sich spielt.

Wo sind die Arcades geblieben?

Jugendliche im Dezember 1980 in Newcastle, England. (Bild: Pinterest)
Jugendliche im Dezember 1980 in Newcastle, England. (Bild: Pinterest)

In der Welt der Videospiele nimmt der Begriff „Arcade“ bis heute eine besondere Stellung ein. Hierzulande lässt er sich wohl am ehesten mit „Spielhalle“ übersetzen. Die dort aufgestellten Automaten vereinen Bildschirm und Steuerung in einem einzigen Gehäuse, das meist groß genug ist, um im Stehen daran zu spielen.

Irgendwann verschwanden die Automaten aus Kinos, Kaufhäusern und vielen anderen öffentlichen Orten. Fast jeder kann sich noch daran erinnern, doch kaum jemand hat Fotos von sich oder den damaligen Automaten gemacht. Warum verschwanden sie also aus unserem Alltag? Und was führte letztlich dazu?

Als Erklärungsversuch sollen hier einige Erinnerungen von „Sammy-Jooo“, einem Videospieler der ersten Stunde, dienen:

„Da liegt ja eben das Problem, denn man hat die Bilder zwar im Kopf, kann die ja aber da nicht rausholen und anderen Leuten zeigen. Es war ja auch eher unüblich, dass jemand mit einem Fotoapparat durch die Gegend lief und jeden Eindruck auf ein Bild bannte. Aber es ist dennoch eine gute Frage, denn wo diese Kästen abgeblieben sind und warum die überhaupt verschwanden, sollte doch zu klären sein.

Wenn ich mich nicht irre und die Erinnerung dann noch mitspielt, hatte es irgendwas mit dem Jugendschutz zu tun, dass als Erstes die Arcade-Automaten aus den Kino-, Supermarkt- und Kaufhauseingängen verschwanden. Danach wurden wohl auch die Auflagen für die Aufstellung solcher Automaten in Gastrobetrieben verschärft, und so wurden es auch dort immer weniger Automaten, die letztlich ganz verschwanden.“

Videospielautomaten in einer deutschen Gaststätte. Trauriges Dasein in den Hinterzimmern der Nation. (Bild: Forum, www.best-of-80s.de)
Videospielautomaten in einer deutschen Gaststätte. Trauriges Dasein in den Hinterzimmern der Nation. (Bild: Forum, www.best-of-80s.de)

„Bei den Spielhallen wird der Grund des Verschwindens wohl wirklich in den Verdienstmöglichkeiten zu finden sein. Mit den Geldspielautomaten konnte man schließlich leichter und schneller Geld verdienen. So ein Spiel am Geldspielautomaten dauerte nur ein paar Sekunden und kostete zwischen 20 und 30 Pfennig. Da war eine Mark schon schnell verspielt, wohingegen man für eine Mark mit etwas Übung doch recht lange an einem Arcade-Automaten spielen konnte.

Auch war es doch so, dass die ‚Geldspieler‘ oftmals mehrere Automaten zugleich laufen ließen und nebenbei noch die teuren Getränke kauften und konsumierten. Die ‚Arcadespieler‘ hatten dagegen immer nur einen Automaten gleichzeitig in Beschlag, alle Hände voll zu tun und meistens noch mehrere Zuschauer um sich herum stehen.“

„Ich glaube aber auch, dass die Entwicklung und Verbreitung der Spielekonsolen und Homecomputer dazu beigetragen haben, das Verschwinden der Automaten zu beschleunigen. Dann wurde doch lieber stundenlang am heimischen Fernseher oder Monitor gezockt, und man musste nicht ständig Geld nachwerfen. Bis man eines der gängigen Games beherrschte, hatten mindestens 70 DM den Besitzer gewechselt. Dafür konnte man sich damals schon fast ein eigenes Spiel kaufen – sofern man es nicht als ‚Sicherheitskopie‘ tauschen konnte.“

„Doch selbst die tollste Konsole oder der leistungsfähigste Computer konnten einen Arcade-Automaten nie wirklich ersetzen. Besonders diese Geräte mit ihren Motorrad-, Auto-, Flugzeug- oder Raumschiffattrappen lassen sich bis heute nicht wirklich simulieren oder emulieren.

Vor allem bei den Motorradspielen war es fies, wenn die Kurve einfach immer länger wurde, man sich dabei immer weiter in die Kurve legen musste und schließlich manchmal tatsächlich von der Maschine fiel.“

„Es waren schon lustige Erlebnisse, die man an diesen Kisten hatte. Mir kommen immer mehr Erinnerungen an die Zeit, als man stundenlang vor so einem Automaten stand und die Buttons mit den Fäusten malträtierte.

Es gab aber auch so manchen Trick, um den Kasten zu überlisten und kostenlos spielen zu können. Da wurde einiges ausprobiert. Besonders beliebt war die Methode mit dem Piezozünder aus einem alten Feuerzeug und einem langen Draht mit abisolierter Schlinge am Ende.

Auch die Münzprüfeinrichtungen ließen sich damals vergleichsweise einfach überlisten, denn sie reagierten teilweise nur auf das Gewicht. So fand sich mancher Złoty (die Währung der Republik Polen) in der Kasse. Heute wird sogar die Legierung der Münzen geprüft.“

Jugendschutz und neue gesetzliche Regelungen

Zu Beginn des Jahres 1982 entwickelte sich in der Bundesrepublik eine öffentliche Diskussion über die mögliche Jugendgefährdung durch sogenannte „Video-Automaten“. Obwohl die Forschung zu Videospielen damals noch in den Kinderschuhen steckte, wurden schnell einfache Erklärungen und Schlagworte wie „Killer-Automaten“, „Aggressionssteigerung“ oder „Mediengewalt“ gefunden.

Seit 1985 sind Videospielautomaten in Deutschland aufgrund gesetzlicher Regelungen aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Mit etwas Glück findet man heute noch den einen oder anderen Klassiker in zugangsbeschränkten Spielhallen.

Die Argumentation vieler Medien stützte sich damals darauf, dass zahlreiche Videospiele – etwa Battlezone oder Defender – als Kriegsspielzeug eingestuft wurden. Daraus wurde häufig die Schlussfolgerung gezogen, sie könnten das Aggressionspotenzial von Jugendlichen erhöhen.

Ganz verschwunden ist diese Debatte bis heute nicht. Auch nach den Amokläufen von Emsdetten (2006) und Winnenden (2009) rückten Videospiele erneut in den Fokus der öffentlichen Diskussion.

Leider melden sich in solchen Debatten häufig auch Menschen zu Wort, die selbst nur wenig oder gar keinen Bezug zu Videospielen haben. Entsprechend emotional werden die Diskussionen gerade hierzulande oft geführt – mit der Folge, dass Zusammenhänge in den Medien nicht selten verkürzt oder verzerrt dargestellt werden.

Auf der einen Seite werden nach Gewalttaten immer wieder Forderungen laut, Videospiele stärker in den Fokus der politischen Debatte zu rücken. Dabei entsteht nicht selten der Eindruck, dass komplexe gesellschaftliche Ursachen auf eine vermeintlich einfache Erklärung reduziert werden. Auf der anderen Seite muss das Thema jedoch differenziert betrachtet werden.

So existieren beispielsweise Videospiele wie Manhunt von Rockstar Games mit expliziten Gewaltdarstellungen oder KZ Manager, das auf Rassenhass und Antisemitismus setzt. Ob und in welchem Umfang solche Titel öffentlich verbreitet werden sollten, ist eine berechtigte gesellschaftliche Diskussion.

Aufgereihte Spielautomaten. Sind Q*Bert, Defender und Pac-Man tatsächlich Killerspiele? (Bild: André Eymann)
Aufgereihte Spielautomaten. Sind Q*Bert, Defender und Pac-Man tatsächlich Killerspiele? (Bild: André Eymann)

Sind Videospiele „Glücksspiele“?

Anfang der Achtzigerjahre gerieten Videospielautomaten in Deutschland in eine weitere, durchaus zwiespältige Situation. Während die Automatenbranche sie als Geschicklichkeits- oder Reaktionsspiele bewarb, wurden sie von Teilen der Öffentlichkeit und des Jugendschutzes häufig mit Glücksspielen gleichgesetzt.

Letztlich war es jedoch nicht ein einzelner Grund, der zum Verschwinden der Automaten aus dem öffentlichen Raum führte. Vielmehr kamen mehrere Faktoren zusammen.

Der Jugendschutz und das damalige Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften kritisierten unter anderem die mögliche Suchtgefahr von Videospielen und bezeichneten sie teilweise als „Glücksspiele mit Münzeinwurf“. In der Folge durften Videospielautomaten vielerorts nur noch in Bereichen aufgestellt werden, die Erwachsenen vorbehalten waren – etwa in Spielhallen.

Gleichzeitig verlagerte sich das Videospielen durch den technischen Fortschritt und die zunehmende Miniaturisierung der Elektronik immer stärker in die privaten Haushalte. Vor allem Heimcomputer und Videospielkonsolen machten es möglich, die Spiele künftig zu Hause zu erleben.

Die Diskussion über das mögliche Gewaltpotenzial von Computer- und Videospielen ist bis heute geblieben. Inzwischen ist auch der finanzielle Aspekt erneut in den Mittelpunkt gerückt – etwa durch kostenpflichtige Onlineangebote, Mikrotransaktionen, Lootboxen und andere In-Game-Käufe.

Die Arcade-Kultur in den USA

In Nordamerika hingegen gibt es sie vielerorts noch: die Arcades. Dort konnte sich die Arcade-Kultur deutlich länger behaupten als in Deutschland. Während hierzulande vor allem Fragen des Jugendschutzes und gesetzliche Regelungen im Mittelpunkt standen, wurden in den USA häufiger auch die positiven Eigenschaften von Videospielen hervorgehoben – etwa strategisches und flexibles Denken, Geschicklichkeit oder Ausdauer.

Besonders in Kalifornien trifft man noch auf viele gut erhaltene Klassiker wie Skramble, Track & Field oder Robotron. Da lohnt es sich, noch einmal 25 Cent einzuwerfen und das ursprüngliche Spielgefühl zu erleben.

Allein die Geräuschkulisse einer Arcade versetzt einen augenblicklich zurück in die Vergangenheit. Plötzlich sieht man sich wieder vor dem Automaten stehen und wie wild auf die Action-Buttons hämmern.

Die meisten Fotos in diesem Artikel entstanden 2006 auf dem Santa Cruz Beach Boardwalk in Kalifornien. Das dortige Fun Center versprüht bis heute den authentischen Charme einer klassischen Arcade, wie man ihn in Deutschland kaum noch findet. Für Retrogamer ist dieser Ort ein wahr gewordener Traum.

Auf Geisterjagd im Fun Center. Videospiele fördern Geschicklichkeit und Ausdauer. (Bild: André Eymann)
Auf Geisterjagd im Fun Center. Videospiele fördern Geschicklichkeit und Ausdauer. (Bild: André Eymann)

Ausflug in die Technik: JAMMA und PCB

Ab etwa 1986 setzte sich für den Anschluss von Spielplatinen in Arcade-Automaten der sogenannte JAMMA-Standard durch. Dadurch ließen sich die Platinen deutlich einfacher und schneller austauschen.

Die Abkürzung PCB steht für „Printed Circuit Board“ und bezeichnet die eigentliche Spielplatine eines Arcade-Automaten. Sie enthält sämtliche benötigten elektronischen Bauteile sowie die Spielsoftware, die in Form von ROM-Bausteinen gespeichert ist.

Das Artwork von Centipede. Fantasievolle Illustrationen aus einer anderen Welt. (Bild: André Eymann)
Das Artwork von Centipede. Fantasievolle Illustrationen aus einer anderen Welt. (Bild: André Eymann)

Wer ausreichend Platz zu Hause hat, kann sich sogar einen eigenen Videospielautomaten ins Wohnzimmer holen. Auf dem Gebrauchtmarkt sind sowohl komplette Automaten als auch einzelne Spielplatinen (PCBs) erhältlich – je nach Zustand und Seltenheit allerdings zu sehr unterschiedlichen Preisen.

Hat man erst einmal den passenden Automaten zu Hause stehen, kann der Spielspaß beginnen. Und damit keine Langeweile aufkommt, lässt sich jederzeit eine andere Spielplatine einsetzen. Dazu wird das Gehäuse geöffnet und die PCB einfach ausgetauscht.

Möchte man beispielsweise ein horizontal dargestelltes Spiel wie Elevator Action spielen, kann bei vielen Automaten sogar der eingebaute Bildschirm entsprechend gedreht werden. Sollte einmal ein Joystick oder ein Button den Geist aufgeben, ist auch das kein Problem. Ersatzteile sind nach wie vor erhältlich.

Näher kann man dem echten Spielhallengefühl kaum kommen.

Schön ist auch die Möglichkeit, viele Arcade-Klassiker auf modernen Konsolen oder anderen Plattformen zu emulieren. Für nahezu jedes aktuelle System gibt es Spielesammlungen, die zahlreiche bekannte Automatenklassiker enthalten. So kann man auch zu Hause noch einmal Ghosts ’n Goblins spielen.

Oder bekommt ihr während eures nächsten USA-Urlaubs Mitleid und importiert einfach euren Lieblingsautomaten? Mir ging es jedenfalls so, als ich in Ventura, Kalifornien, diesem Centipede-Automaten mit Trackball-Steuerung begegnete. Verlassen stand er in einer Ecke und wartete für 895 US-Dollar auf einen neuen Besitzer. Da kann man schon einmal schwach werden.

Übrigens ist Centipede ein besonders schönes Beispiel für die beeindruckenden Artworks, mit denen viele Arcade-Automaten gestaltet wurden. Verantwortlich für das Design war die Videospiellegende George Opperman, dessen Illustrationen bis heute zu den bekanntesten der Arcade-Ära zählen.

Letztlich habe ich mich dennoch gegen einen Kauf entschieden. Vermutlich hätte ich für Transport und Zoll noch einmal eine ähnliche Summe bezahlen müssen. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr wurde mir klar: Es war gar nicht der Automat, den ich mit nach Hause nehmen wollte.

Es war das Gefühl.

Das leise Summen der Bildröhre. Das Klackern der Münzen. Das hektische Hämmern auf die Buttons. Die gespannte Stille der Zuschauer hinter einem. Erinnerungen wie diese lassen sich nicht verschiffen und auch nicht verzollen.

Also verbinde ich meine nächste Partie Centipede lieber wieder mit einer kleinen Reise – dorthin, wo Atari und viele andere Arcade-Legenden ihre Heimat haben.

Das Fun Center in Santa Cruz. Spielen bis die Tore schliessen. (Bild: André Eymann)
Das Fun Center in Santa Cruz. Spielen bis die Tore schließen. (Bild: André Eymann)

Vielleicht stehen die Arcade-Automaten heute nicht mehr an jeder Straßenecke. Ihre Geschichten leben jedoch weiter – in Museen, auf Veranstaltungen und vor allem in den Erinnerungen der Menschen, die mit ihnen groß geworden sind.

Weiterführende Informationen

Arcades in Deutschland

Auch heute gibt es noch einige Orte, an denen sich das besondere Flair klassischer Arcade-Automaten erleben lässt.

Arcades im Ausland

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58 Kommentare zu „Das Verschwinden der Videospielautomaten in Deutschland“

  1. Avatar von Flat Eric
    Gast

    Solche Tagesschau-Beiträge und dieser, dazu auch die Diskussion und tollen Infos auf Arcadezentrum.com zeigen einfach, wie unfassbar kurzsichtig und rückständig die ganze Kohl-Ära war. Die Bundeszentrale für politische Bildung dazu: „Als Kanzler prägte und verkörperte Helmut Kohl die lethargische, konservative Bonner Republik der 1980er Jahre.“

    Als wolle man etwas aufhalten, was man nicht aufhalten konnte, denn im (europäischen) Umland (Frankreich, England, Italien, Spanien,…) war es überhaupt kein Problem, die neusten Arcade-Maschinen zu spielen. Das macht man dann halt im Urlaub und ich habe bis heute nicht verstanden, vor was ein 10-Jähriger Deutscher von einem 10-Jährigen Engländer „geschützt“ werden muss… Es ist heute überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Wenn ich mit meinen Kindern heute nach Karlsruhe zum RetroGames e.V. fahre, dann gibt es für mich als Elternteil absolut keinen Grund, „Bäck-Männ“ zu verbieten oder zu verteufeln. Gut, ich zahle hier Eintritt, die Kinder müssen nicht selbst die Münzen einwerfen, aber das war doch im Ausland nicht anders: Ich weiß noch, wie ich mit 12 Jahren 10.000 Lite, also umgerechnet 5€ pro Abend bekam, um es selbständig auszugeben. Entweder für Eis oder eben für „Gettoni“ in der Spielh(ö)lle. 😀 Mehr gab es nicht. Ich konnte damit auch auf Elektromotorrädern im Kreis fahren oder Basketbälle in Körbe werfen. Und manchmal hat man einfach jemand eingeladen oder einen Gettone geschenkt bekommen, das war’s. Aber was ich gelernt habe, war damit umgehen zu können, gezielt in Spiele „zu investieren“, wo ich am meisten Zeit dafür bekam und die mir am meisten Spaß gemacht haben. Metal Slug habe 1997 in der Spielhalle zu zweit durchgespielt, Daytona USA oder Scud Race haben mich unheimlich fasziniert. Und ja, es gab auch Mortal Kombat… Und dennoch: Warum sollte so ein Spiel einem französischem Kind nicht schaden, uns in Deutchland aber doch?

    Warum mich das immer noch so triggert? Ich weiß es nicht. Es war eine prägende Zeit und habe damals die Politik nicht verstanden, genauso wenig wie die Debatte um BPjS/BPjM. Das entsprach nicht der Realität (gespielt haben wir alles, was wir nicht durften) und das Thema wurde politisch überhaupt nicht ernst genommen: z.B. dass dadurch auch eine (kreative) Industrie entstehen könnte, wie es bspw. jetzt in Kanada, Frankreich oder England der Fall ist. Und in Asien weitergeht. Nintendo hat die 80er/90er „durchdominiert“, genauso wie SEGA, NAMCO oder Taito.

    Das trifft es so auf den Kopf: „Leider melden sich dabei häufig Menschen zu Wort, die wenig oder gar keinen Bezug zu Videospielen haben, um die Problematik zu bewerten. So wird das Thema gerade hierzulande sehr emotional diskutiert und dadurch in den Medien oft unnötig verzerrt dargestellt. Auf der einen Seite wird schnell und vorzugsweise von der Politik eine Scheindiskussion über Gewalt durch Videospiele inszeniert, um von anderen Problemen abzulenken und zügig Identifikatoren zu finden.“

    Und ja, es gibt Dinge, die man nicht braucht, aber darum ging es ja in der Arcade oder der „Ballerspiel-Debatte“ um die Jahrtausendwende gar nicht. Es ging um die (sinnlose) Regulierung, weil man die Jugend vor etwas schützen wollte, die man gar nicht schützen musste. Wir haben dadurch nicht gelitten. Aber wir wurden auch nicht wirklich gefragt, gehört oder konnten uns einbringen in die Debatte. Dazu haben leider auch ein Großteil der Medien die gängigen Klischees bedient. Es gibt ganz wenige Beiträge aus den (80ern/erste Hälfte der 90er), die das Thema Gaming in adäquater Form präsentiert hätten. Von Spielhallen ganz zu schweigen, da habe ich leider so gut wie gar kein Videomaterial bis jetzt gesehen, die Spieler zu Wort kommen und die Faszination wirken lassen.

    Egal, dafür umso mehr VSG, um dieses Gefühl von damals zu transportieren. 👍

    André Eymann
  2. Avatar von Chris
    Chris
    Gast

    So ein toller Artikel, mit so netten Kommentaren. 🙂 Ich bin Jahrgang 1976 und habe diese Ära leider nur gestriffen. Trotzdem war mir schon als Kind bewusst, dass die 80er Jahre eine magische Zeit waren.

    André Eymann
  3. Avatar von Jochen Foorden
    Jochen Foorden
    Gast

    Was müsste man tun um wieder eine Arcade ins Leben zu rufen? Ich kann mir nicht mehr vorstellen das das Jugendschutzgesetz bei Retrospielen noch Zeitgemäß ist. Die Jugend von Heute spielen zu Hause ganz andere Spiele bei denen man eher über Gewaltverherlichung reden könnte. Nehmen Wir mal Tekken 2 von damals und das Neue Tekken 7 ein Unterschied wie Tag und Nacht. Über die Gewalt von Tekken 2 kann ich heute nur noch lächeln.

    André EymannTobi
  4. Avatar von Christian Röhr
    Christian Röhr
    Gast

    Der 01.04.1985, der Tag an dem das „überarbeitete“ JSchG in Kraft trat, war das Ende der Videospiel-Automaten. Ich selbst war 14 Jahre alt und ein Fan u.a. von BOMB JACK, das ich mittlerweile wieder über die PANDORA´s BOX spielen kann. In unserer Gesellschaft gab und gibt es weitaus wichtigere Dinge, als Videospiel-Geräte zu verbieten. Letztendlich kamen die damaligen Homecomputer (u.a. C64, Schneider CPC, Atari ST und Commodore Amiga) dadurch nur schneller auf. Was folgte waren die Spielekonsolen Playstation, Sega und Nintendo. Schade, denn durch das Wegfallen der der Videospiele bekamen die Spielhallen auch ein verändertes Bild und es gab Platz für immer mehr Geräte mit Gewinnmöglichkeit, der berüchtigten Spielautomaten…

    André Eymann
    1. Avatar von Bernd K.
      Bernd K.
      Gast

      Das ist doch irgendwie alles lächerlich, finde ich. In Deutschland werden Spiele und Filme zensiert, in Österreich sind dieselben Filme, ebenfalls in deutsch, offen zugänglich und man konnte und kann sie sich von dort zusenden lassen. Überhaupt scheint man in Deutschland total übervorsichtig zu sein und sogar deutschen Erwachsenen werden ungeschnittene Versionen von Horrorfilmen vorenthalten, die sonst überall in jedem anderen Land normal zu kaufen sind. Man wird hier im Land selbst wenn man das 18. Lebensjahr überschritten hat, noch wie ein Kind behandelt und es wird versucht, die Massen zu steuern, wenn man es so bezeichnen will. Hab ich noch nie verstanden was das alles soll. Wahrscheinlich alles Folgen des Krieges, dass man hier mehr überwacht und versucht, Sachen den Leuten vorzuenthalten, die in irgendeiner Art und Weise gefährlich sein könnten. Andererseits kann man aber auch nicht verhindern, dass sich Leute diese Artikel dann eben aus dem Ausland bestellen, daher empfinde ich es auch irgendwie als lächerlich.

  5. Avatar von Der Keyfuchs
    Gast

    Naja so traurig es auch ist bin ich echt froh, dass mittlerweile immer mehr Retro Games für die neuen Konsolen und den PC erscheinen. Oftmals hatte man das Spiel ganz anders in Erinnerung aber zumindest hat man die Möglichkeit sich das Spiel wieder für den PC oder die Konsole zu kaufen.

    André Eymann
    1. Avatar von André Eymann

      Wenn du mal wieder an einem Automaten zocken möchtest, bieten sich in Deutschland mehrere Möglichkeiten (je nachdem wo du wohnst) an. Da wäre das Flipper- und Arcademuseum in Seligenstadt, das OCM in Oldenburg oder das CSM in Berlin. Alle drei haben wunderbare Arcade-Automaten zum Spielen!

  6. Avatar von Chris
    VSG-Autor

    Da ich in den 80ern erst geboren wurde habe ich die Zeit komplett verpasst, als es in Deutschland noch Arcades gab. Hatte mich auch schon länger gefragt, warum das hier nie so verbreitet war wie in Japan, USA oder anderen europäischen Ländern. Der Artikel und einige der Kommentare liefern da gute Informationen zu einem nicht so guten Sachverhalt. Da wurde vielen leider ein Stück Gaming Kultur genommen.

    André Eymann
    1. Avatar von André Eymann

      Vielen Dank für Dein Feedback Chris. In der Tat sind mit den Arcades ein wichtiger Teil der Gaming Kultur verschwunden. Das „spürt“ man erst richtig, wenn man mal wieder eine Runde am Automaten zockt. Das Gefühl und die Atmosphäre kann man wirklich nicht emulieren. Sofern möglich, möchte ich deshalb unbedingt empfehlen, den am Ende des Beitrags erwähnten Orten einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich unbedingt!

      Foolx
  7. Avatar von Pötz
    Pötz
    Gast

    Meine Meinung: Glückspiel verbieten und Arcaden mit Videospielklassikern und VA Games eröffnen!

  8. Avatar von Ralf Jochem
    Ralf Jochem
    Gast

    Hallo H.Eymann
    Kann hier nicht antworten. Warum??
    Mit Wandpaneelen habe ich die Bildschirme gemeint die an der Wand befestigt sind. Ok schlecht beschrieben. Zur Steuerung kann ich auch nits mehr sagen. Zum Spiel weiß ich nur noch man hat ein U-Boot gesteuert und mit dem die Schiffe versenkt. Ich weiß recht dürftige angaben. Aber ich denke dieses gab es nicht oft. Auch was die größe betrifft. Gruß Ralf

  9. Avatar von Ralf Jochem
    Ralf Jochem
    Gast

    Ich suche das Spiel Schiffe versenken das ich in den 80er Jahren
    in einer Kneipe gespielt habe. Das Spiel war auf großen Wandpaneelen ca 2-3 Stück ähnlich wie große Bildschirme.
    Ich weiß werder Hersteller noch sonst irgend etwas. Ich hoffe hier kann sich noch jemand daran erinnern.
    Wäre schön etwas zu erfahren da ich dieses suche. Bin aber nicht fündig geworden. Nicht mal ansatzweise
    Gruß Ralf

    1. Avatar von André Eymann

      Hallo Ralf,

      das sind leider in der Tat recht wenige Informationen. Was genau meinst Du mit „Wandpaneelen“? Wie wurde das Spiel gesteuert? Was war die Handlung des Spiels?

  10. Avatar von Gamer
    Gamer
    Gast

    Ich erinnere mich an einen Anhänger der in den 80ern immer zur Kirmes aufgetellt war.
    Darin war z.B. ein Fahrsimulater/Autorennen und eine Leinwand auf denen Ufos bzw Lichtpunkte erschienen die man mit Lichtgewehren abwechselnd abgeschossen hat.

    Darin gab es auch ein Videogame wo man Enten oder Vögel abgeschossen hat, die Melodie habe ich noch heute im Kopf.
    Kennt vielleicht jemand diese Spiel ?

    1. Avatar von Jörg
      Gast

      Auf „Carnival“ hätte ich getippt. Die Kiste stand zumindest bei uns auf dem entsprechenden Wagen.

  11. Avatar von Ferdi
    VSG-Autor

    hört sich nach Moon Cresta an

  12. Avatar von Hansi
    Hansi
    Gast

    Hallo Freunde,

    vielleicht könnt Ihr mir helfen. Suche ein Weltraumballerspiel aus den 80er Jahren dass ich gerne in unserer alten Kneipe gespielt habe. Man begann das Spiel mit einem kleinen Raumschiff mit dem man immer mehrmals einen Schuss abgeben konnte. Hatte man einen Level überlebt hatte man die Möglichkeit das kleine Raumschiff auf ein größeres anzudocken, was auch etwas Geschick erforderte. Hat man erfolgreich angedockt, hatte man nun drei Schuss (Laser) zur Verfügung. In weiteren Leveln hatte man nun die Möglichkeit erneut auf ein noch größeres Schiff anzudocken. Nun hatte man die maximale Feuerstärke von fünf Schuss (Laser) und konnte ordentlich abräumen. Wurde man getroffen reduzierte sich die Große des Schiffes und die Feuerkraft wieder.

    Würde mich sehr freuen wenn jemand weiß, wie das Spiel hieß.
    Gruß Hans

  13. Avatar von André Eymann

    Verrückt Stephan, wir hatten damals auch einen Kirmeswagen auf einem kleinen benachbarten Dorffest. Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor 😉 Ich kann mich noch an Bosconian von Nampo erinnern. Diese Sprachsamples! Das „Alert! Alert!“, wenn sich feindliche Schiffe näherten hatte mich total unter Stress gebracht! Was für eine Maschine! Das Geld war schneller weg als ich gucken konnte 🙂 Mein Freund damals war schon ein paar Jahre älter und konnte das Spiel deutlich länger hinhalten. Aber seit diesem Tag habe ich den Klang der Bosconian-Samples nicht wieder vergessen 🙂

  14. Avatar von Titus
    Titus
    Gast

    Ich war damals auch -süchtig- nach den Automaten. Leider weiß ich nicht mehr wie mein Lieblingsspiel heißt. Es waren immer Leitern vom unteren bis oberen Spielfeld, ich hatte einen Hammer und musste Löcher in den Boden hauen, wo dann das Monstern reinfiel und festsaß und ich ich dann wieder mit dem Hammer raufschlagen musste und das Monster zum Boden fiel. Saß ein Monster eine Ebene tiefer direkt darunter, wurde es gleich mit zerstört. Muss Anfang bis Mitte der 80er gewesen sein

  15. Avatar von Stephan Ricken
    VSG-Autor

    Ach ja, das war wirklich eine schöne, leider viel zu kurze Zeit mit den Automatenspielen.

    Ich erinnere mich noch an einen Kirmeswagen mit fünf bis sechs Arcadeautomaten, der bei uns zur Kirmes und zum Schützenfest auf dem Festplatz mitten im Dorf stand. Neben Pac-Man standen dort Gorf und Dig Dug, das sind zumindest die Automaten, an die ich mich genau erinnere. Genau so gut erinnere ich mich daran, was für ein harter Kampf es für mich mit meinen damals elf Jahren war, bis ich von den älteren auch endlich mal an die Automaten gelassen wurde. Aber auch das Zuschauen war ja bereits faszinierend genug – etwas, das beim Zocken im Wohnzimmer ein paar Jahre später einfach nicht mehr so intensiv da war.

    Nie werde ich auch den 75. Geburtstag meines Opas vergessen, den er in einer Gaststätte im Nachbarort gefeiert hat. Im Nebenraum stand dort ein Asteroids Automat – und diesmal gab es keine Älteren, die sich vor dem Gerät drängten. Ich hatte freie Bahn und das nötige Kleingeld schnorrte ich mir bei all den Opas, Omas, Tanten und Onkel die anwesend waren. Leider verging die Geburtstagsfeier so wie im Flug, gerne hätte ich die Highscore-Liste noch weiter mit meinem Kürzel gefüllt. 😉

  16. Avatar von Steve
    Steve
    Gast

    Schöner Artikel! Ich suche nach einem Automatenspiel aus Mitte / Ende der 80er Jahre. Die Protagonist war eine junge Hexe. Das Spiel ist ein Jump and Run, ählich wie Giana Sisters. Man musste sich von der unteren Ebene zur oberen Ebene bewegen. Ähnlich wie bei Super Mario oder Giana Sisters gab es einen Power Stern / Ball. Hatte man ihn aufgenommen bekam man für kurze Zeit einen Besen und konnte damit nach oben fliegen und Ebenen überspringen. Kennt jemand den Namen des Spiels?

  17. Avatar von Andy N.
    Andy N.
    Gast

    Hallo,

    ich such ein Spiel aus ca. 1985. Bin mir aber nicht ganz sicher. Das Spiel ähnelt ein bisschen GIANA SISTERS.

    Man war glaube ich eine Art Zauberer und hatte einen Stab in der Hand. Dieser konnte Steine erstellen und wieder weg machen.

    Ziel war es, so schnell wie möglich zum Ausgang.

  18. Avatar von André Eymann

    Hallo Manu,

    das klingt mir SEHR nach Gyruss von Konami.

    Hier ein Link zum Video: https://youtu.be/suRXuW1hryw

    Ein großartiges Spiel mit einer fesselnden akustischen Untermalung. Habe ich selbst damals stundenlang gespielt.

    Passt es?

  19. Avatar von Manu
    Manu
    Gast

    Ich suche dringend das Spiel Mitte 80iger da musste man immer im Kreis also rund fliegen mit seinem Raumschiff und dabei fremde Raumschiffe abballern. Man kam dann immer weiter zum nächsten Planeten z.b. iranischen zum Schluss zur Erde! Schutz Schirm gab es und freischiffe. Ich hab mit einer Mark damals vier Stunden gespielt ich War so gut das ich oft bis zur Erde kam und soviel freischiffe hatte, das die gar nicht mehr alle angezeigt werden konnten. Der Wirt der Kneipe hat mir dann nach mehreren Std. Den Stecker gezogen lach. Weise jemand wie das hieß?

  20. Avatar von Gamer2011
    Gamer2011
    Gast

    Das erste Spiel mit diesem Prinzip heißt Quix. Danach gab es noch Volfied. Es gibt aber noch viele weitere Spiele die nach ähnlichem Prinzip funktionieren wie z.B. Amidar, dass auch auf Atari 2600 erschien.

  21. Avatar von mgoldmann
    VSG-Autor

    Ich war da immer nur Zuschauer an den Automaten. Eine Mark pro Spiel, das in meinem Fall nach rund 30 Sekunden zu Ende war? Neee 🙂 Leider fehlt mir das harte Training bei Jump and Run Spielen heute immer noch. Von irgendwelchen Shootern ganz zu schweigen 😉

  22. Avatar von Patrick
    Patrick
    Gast

    Super! Ist genau diese Richtung.
    Vielen Dank!

    Grüße aus Berlin

  23. Avatar von Bavaria
    Bavaria
    Gast

    Hallo Zed,

    super, vielen Dank für die schnelle Hilfe. Genau das ists.

  24. Avatar von @zedbeeblebrox
    @zedbeeblebrox
    Gast

    Dürfte sich um die Qix-Variante „Perestroika Girls“ handeln. Siehe hier:

    https://youtu.be/RMhWDB82djw

    Grüße, zed

  25. Avatar von Bavaria
    Bavaria
    Gast

    Hallo Patrick,

    auch wir suchen nach diesem Spiel.

    Konntest du schon was in Erfahrung bringen?

    Viele Grüße
    Bavaria

  26. Avatar von Patrick
    Patrick
    Gast

    Hallo,

    ich suche schon lange einen Videospiel-Automaten mit grausamen Suchtfaktor!

    Name: ?
    Spiel Jahr: 1980 (ca.)
    Inhalt: Es handelt sich hierbei um ein „puzzel“ Spiel.
    Ich glaube man war ein Käfer (?) und mußte Linien über den Bildschirm ziehen und dabei auf Extras und Gegner achten.
    Wenn man es schafte den Bildschirm zu einem gewissen Prozentsatz zu füllen(90%?), dann hatte man ein Puzzel geschaft und eine aufreizende Frau in Fantasiebekleidund/Umgebung wurde präsentiert.
    Dann folgte das nächste Puzzel.

    Wer weiß um welches Spiel es sich handelt?!

    Grüße aus Berlin
    Patrick

  27. Avatar von Rapture
    Rapture
    Gast

    In den 90ern war ich immer in Belgien im Urlaub, da waren immer viele Spielhallen direkt am Strand! Das war ne hammergeile Zeit! Also vom warmen Strand mit Tageslicht in die dunklen kühlen Arcaden rein, mit Freund ne Stunde oder zwei zocken, dann wieder raus an den Strand. Supergeil!

    Heute stehen da nur noch Einarmige Banditen in den Räumen, das sind jetzt langweilige Casinos… echt ätzend :/ Hachja, früher war eben doch alles besser!

  28. Avatar von HaseMaNeMark
    HaseMaNeMark
    Gast

    Für wehmütige Erinnerungen an Arcade-Automaten empfehle ich das Buch Extraleben von Constantin Gillies. Bei uns hießen Extraleben aber immer Extrapanzer, auch wenn es im Spiel gar keine Panzer gab 😉

    War es nicht sogar in dem Buch, dass die Figuren auf einem Roadtrip in den USA feststellen, dass auch dort immer mehr Automaten verschwinden?

    In Karlsruhe kann man Samstags beim Verein RetroGamer e.V. an alten Arcades spielen (Ab 21:00 Uhr, Eintritt 3 Euro, alle Automaten+Flipper auf Freispiel, Infos auf http://www.retrogames.info).

  29. Avatar von Gamefan
    Gamefan
    Gast

    Es könnte sich um das Game Vanguard handeln

  30. Avatar von Retro-Nerd
    Retro-Nerd
    Gast

    Würde mal in der Mame Datenbank im Genre Shooter nachschauen. Kann ja auch jährlich eingrenzen.

  31. Avatar von Amidar
    Amidar
    Gast

    Super artikel. Kennt jemand das spiel wo man im raumschiff von unten nach oben fliegt und sich gänge frei ballern musste? Die grafiken waren immer auf recht grossen viereckiegen pixel und das spiel war relativ hell und bunt viel gelb und orange töne.

    also keine galaxy wie bei galaga. Und am ende des levels musste man immer einen endboss erledigen in der art von phönix spiel der end-boss wo man eine mauer durchlöchenern muss um den boss zu vernichten.

    Der automat war nicht wirklich weit verbreitet wie donkey kong und co. Aber das spiel war echt super, weiss leider auch nicht mehr den namen der firma. Würde mich echt freuen das spiel noch mal als mame oder so zu spielen, oder nur ein video auf youtube zu finden.

  32. Avatar von WLAN
    WLAN
    Gast

    Die Automaten wieder aufstellen? Ein interessanter Gedanke. Sicher nicht mit 1 Euro Münzen für 3 Minuten Spielzeit. Aber vielleicht findet sich ja ein alternatives und attraktiveres Bezahlmodell? Bitcoins, Gamecredits, Apple Pay oder einfach via Smartphone SMS-Token. Es wäre auf jeden Fall ein spannendes Experiment. Kann mir gut vorstellen, dass so einige Kids bei entsprechendes Titeln stehenbleiben würden. In den Spielhallen funktioniert das Prinzip der Automaten ja auch noch.

    Und mit Automaten 2.0 in Shopping-Malls, Schwimmbädern oder im Kino hätten wir wieder ein öffentliches Erlebnis inkl. „Attract-Mode“.

  33. Avatar von Arcade Spieler
    Arcade Spieler
    Gast

    ich finde es ehrlich gesagt schade denn es gibt mittlerweile Studien die besagen das der damalige mist den sie da verbreiteten mit Gewalt Verherrlichung usw absoluter müll ist.

    Nachweislich wurde festgestellt das die Automaten sogar das Gehirn stimulieren und die Motorik verbessern und das logische denken fördern. wer also sagt Konsolen seien schädlich und man würde dumm davon werden, der hat ehrlich gesagt absolut keine Ahnung von den Studien oder redet den mist von 1980.

    es ist sehr schade das sie alle verschwunden sind mittlerweile in Deutschland. früher hab ich viele Flipper Automaten gesehen irgendwo stehen zum spielen bereit doch heute sterben sie aus…
    meinen letzter Flipper habe ich letztes Jahr gesehen nach 6 Jahren suchen nach einem. (der stand in einer Spielhalle für Erwachsene mit Glücksspiel)

    ich weiß das viele spiele man mittlerweile emulieren kann aber dass ist nicht dasselbe.

    Man sollte sie wieder erlauben und in Deutschland wieder verbreiten.

  34. Avatar von Toddy S.
    VSG-Autor

    Interessant ist wirklich, dass das Gesetz ab dem 1.4.1985 gelten sollte. Allerdings habe ich definitv in meinem Dorf bis 1990 in der Dorfkneipe meine Automaten gezockt. Danach war ich in Berlin und gab es ja die Spielhallen. Jedenfalls standen Pinballs/Cabs auch im Vorraum von Kantinen (Ausbildungsstelle). Definitiv bis Ende der 90er.

    Wer damals die Zeit miterlebt hat, der weiß, dass ein gefüllter Raum mit Cabs und Pins echt Spaß machen kann. High-End Grafik auf den heutigen Konsolen ist nicht alles. Die Mehrheit der Spiele damals hatten einfach Spielwitz und einen Suchtfaktor. Einige Spiele waren Geldfresser, andere konnte man erlernen und dann recht lange für 1,-DM dran spielen.

    Und man war immer unterwegs, weil regemäßig die Gameplatinen getaucht wurden und man traf dort Freunde…nur durchs Daddel oder aufgrund „moneyless“ durch das Bestaunen des Attract-Modus (den von Mr.Do! z.b. kann ich auswendig… *g*)

  35. Avatar von André Eymann

    Danke für diese Ergänzung zur Jugendschutzgesetzänderung vom 1.4.1985. Sicher ein wesentlicher Beitrag zum Verschwinden der schönen Maschinen aus unserem Blickfeld. Wenn man sich die heutige Situation mit den DLCs anschaut (Downloadable Content), fragt man sich, ob es nicht eigentlich auch dort bald zu einer Regulierung kommen wird. Die „Gefahr“ ist sehr analog zu damals.

  36. Avatar von André Eymann

    Die Kostensicht ist eine interessante Ergänzung. Gleichwohl kann man das Verschwinden wahrscheinlich nicht auf nur diesen Punkt zurückführen. Warum sollten die Kids Geld in Automaten stecken, wenn sie bereits eine Videospielkonsole Zuhause hatten?

  37. Avatar von Flunker
    Flunker
    Gast

    Erst vor kurzem habe ich gelesen, was die Kommunen für Gebühren fordern für das Aufstellen von Automaten.

    Während Geldspielautomaten regelrecht billig sind, max 500 € im Jahr, stehen für Automaten mit „gewaltverherrlichenden“ Spielen 12.000€ an. Damit war das Schicksal vieler Automaten besiegelt. (Gebühren variieren je nach Bundesland)

    Bedanken kann man sich bei der Geldspielautomatenlobby und den Sozialpädagogen, die zu doof sind, das zu durchschaun.

  38. Avatar von alaska
    alaska
    Gast

    Ich hab es so in Erinnerung:

    Die frühen öffentlichen Arcadeautomaten zogen männliche Jugendliche in ihren Bann (so auch mich). Ihre grafische Qualität lag weit über allem, was käuflich für den Heimgebrauch zu erwerben war und die Preise für Heimgeräte waren, wie beschrieben, hoch. Es gab den C64 aber die Grafik war deutlich schlechter. Dann wurden die öffentlichen Automaten verboten (wegen Jugenschutz) und standen nur noch in Spielhallen ab 18 zur Verfügung, das recht lange. Dann setzten sich Heimcomputer wie Amiga und später der PC durch und die Qualität der Spiele wurde besser. Dann kam die Zeit der Netzwerkcafes und Lanpartys (beides PC), und gleichzeitig wurde das Internet polulär, aber noch ohne Onlinespiele. Vieles verlagerte sich damals von den Arcadeautomaten in die Netzwerkcafes. Heute laufen alle Spiele über das Netz und alle sind bewegungsfaul (was schade ist, denn zusammen im selben Raum macht mehr Spaß). Was laufen könnte wäre ein Simulatorzentrum. Das geht nicht zuhause.

  39. Avatar von André Eymann

    Ich habe in diesem Artikel unter der Überschrift „Wo sind die Arkaden geblieben?“ ein neues Bild eingefügt. Es zeigt Jugendliche, die 1980 in Newcastle an einem Space Invaders Automaten spielen. Ich habe das Bild über Twitter erhalten und finde, dass es sehr gut zum Artikel passt und einen typischen Moment festhält, wie ihn wahrscheinlich unzählige Jugendliche in den Achtzigern erlebt haben. Egal ob in Deutschland, England oder sonst wo auf der Welt.

  40. Avatar von HaseMaNeMark
    HaseMaNeMark
    Gast

    Tagesschaubeitrag vom 1.4.1985 zu den Verschärfungen:
    http://www.youtube.com/watch?v=Qu8RjyeGAuc

    Das entsprechende Gesetz ist damit vermutlich:
    Jugendschutzgesetz, Paragraph 13, Bildschirmspielgeräte.

    Keine Ahnung, warum Arkanoid dann definitiv noch in freier Wildbahn rumstand. War es ab 6 Jahre, oder ist ein Imbiss ein beaufsichtigter Standort? Heute wären die Klassiker wohl alle ab 0 Jahre freigegeben, also könnte man die Automaten eigentlich wieder aufstellen.

  41. Avatar von HaseMaNeMark
    HaseMaNeMark
    Gast

    Ich erinnere mich noch genau an die Standorte der Arcade-Klassiker in Duisburg. Ältester Automat war Night Driver im Europa-Kino. Der Neueste vermutlich Arkanoid von 1986 im Imbiss gegenüber der Cristus-König-Kirche, Karl-Jarres-Straße. So 86/87, wurde ein Gesetz verschärft, weil die Markstücke immer öfter illegal beschafft wurden (Spielsucht). Für Teenager unerreichbar wurden die Automaten in Spielhallen versteckt und Raubkopien spielen war ja auch billiger. Gesucht: Datum des Gesetzes

  42. Avatar von Tedmanxxl
    Tedmanxxl
    Gast

    @brillo Moon Cresta – Daumen Hoch das war auch mein Lieblingsspiel in den 80ern. Das Spiel gibts auch für emus wie zb. MAME –> einfach mal danach googeln.

  43. Avatar von Doc Sockenschuss
    Doc Sockenschuss
    Gast

    Das Spiel, welches brillo sucht, heißt Moon Cresta.

  44. Avatar von brillo
    brillo
    Gast

    suche ein spiel von früher. stand in einer kneipe wo ich das spiel gespielt habe. leider weiß ich den namen nicht mehr. man mußte kometen abschießen, drei raumschiffe aneinander koppeln, erst schoss man nur mit einen laser dockte man ein zweites an erhöhte sich die feuerkraft. beim dritten raumschiff das gleiche spiel. es war so mitte der 80er.

  45. Avatar von Torsten
    Torsten
    Gast

    Ich hatte das Glück vor wenigen Wochen noch einmal richtiges Arkaden Feeling zu erleben. Auf unseren Retrostand der GamesCom in Köln hat der Verein „For Amüsement Only“ ein halbes Dutzend Video Spiel Arkaden sowie Flipper und sogar einen Mechanischen Spielautomat aus den 60er Jahren aufgebaut! So konnte ich Donkey Kong, Pole Position und Asteroids wieder erleben. Meinen Donkey Kong High Sore von damals konnte ich leider nicht knacken. Schade das es hier in Deutschland keine Arkaden mehr gibt.

  46. Avatar von Sterni
    Sterni
    Gast

    Ach ja, die guten alten Spieleautomaten. Habe mal in einem Buch eine Bauanleitung gefunden, wie man sich einen Automanten selber bauen kann. Der läuft dann per Emulator.

  47. Avatar von Retrofrank
    Retrofrank
    Gast

    Automaten hatten halt hier ne den Stellenwert, wie in japanischen Arcaden, wo man vom Kind bis zu Greis die komplette Generationsbreite vor dem Kasten finden kann. Hier wurden die Geräte oft in schummrige Kneipen oder Spielotheken verbannt.

  48. Avatar von Phlowmaster
    Phlowmaster
    Gast

    Sehr schöner Bericht,der erklärt warum es hierzulande keine oder kaum noch Automaten,geschweige den Arcardehallen gibt.

    Finde ich persönlich sehr schade.

    Ich habe meinen Sommerurlaub dieses Jahr in Los Angeles verbracht. Und natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen den einen oder anderen Quarter in den Automaten der Arcarden zu versenken. Ist echt schon beeindruckend was da an Automaten und Flippern steht.

  49. Avatar von Herr Planetfall
    Herr Planetfall
    Gast

    Ich erinnere mich auch noch vage an Videospiel-Automaten an öffentlichen Plätzen, aber selbst gespielt habe ich nur T2 ’94 in London; der Controller war eine MG-Attrappe. Danach hab ich nochmal einen Bomberman-Automaten in Frankreich entdeckt. Und vor Jahren hatte ich mal eine Retro Gamer in der Hand, darin war eine Karte von England, auf der eingezeichnet war, wo dort noch welche Automaten aus den 80ern stehen.

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