Indie-Spiele gehören auf die große Leinwand – zumindest, wenn es nach Pixel & Popcorn – Indie Games on Screen geht. Das von NERDIC und Gamecity Hamburg im Rahmen des Projekts KinoGames veranstaltete Format bringt Entwicklerinnen und Entwickler ins Hamburger Savoy, wo sie ihre Spiele präsentieren und über deren Entstehung sprechen. Mittendrin: Journalist und Podcaster Dom Schott, der durch die Abende führt und den Menschen hinter den Spielen ihre Geschichten entlockt.
Dom kenne ich schon seit einigen Jahren durch seinen Podcast OK COOL und seit einem Hörertreffen im Oktober 2023 auch persönlich. Bei Pixel & Popcorn war ich bislang bei jeder Ausgabe selbst vor Ort – und habe das Format als einen Ort erlebt, an dem Indie-Games, ihre Entwicklerinnen und Entwickler und die Hamburger Games-Szene auf angenehm persönliche Weise zusammenkommen.
Grund genug, einmal die Perspektive zu wechseln: Wie kam Dom zu Pixel & Popcorn? Was macht für ihn eine gute Moderation aus, wie viel Einfluss hat er auf die Abende – und was passiert eigentlich, wenn ein vermeintlich fantastischer Gag vor einem ganzen Kinosaal nicht zündet?

André Eymann: Wie ging es mit Pixel & Popcorn eigentlich los? Wie kamst Du dazu, die Moderation des
Events zu übernehmen?
Dom Schott: Die wunderbaren Menschen von Nerdic kamen auf mich zu und fragten, ob ich nicht auf eine Veranstaltungsreihe Lust hätte, in der Indie-EntwicklerInnen aus Hamburg ihre Projekte vorstellen und diskutieren können. Klang wundervoll, da war ich sofort nur zu gerne mit dabei!
André Eymann: Was ist Dir persönlich bei der Moderation besonders wichtig?
Dom Schott: Grundsätzlich ist es mir als Moderator immer sehr wichtig, Raum für die TeilnehmerInnen und anderen Menschen auf der Bühne zu lassen. Ja, ich führe durch die Veranstaltung und habe einen roten Faden für den Ablauf im Kopf, aber es muss auch immer Platz und Zeit für Unvorhergesehenes bleiben: ein kritisches Thema, das plötzlich aufkommt, eine unerwartete Antwort, die Nachfragen eröffnet – dafür möchte ich bei meinen Moderationen Raum lassen. Die Veranstaltung ist nur wirklich dann eine gelungene, wenn alle Anwesenden – TeilnehmerInnen und Publikum – das Gefühl haben, dass ein interessierter Austausch stattfindet, und nicht einfach nur ein Programm abgespult wird.

André Eymann: Wie hat sich Pixel & Popcorn aus Deiner Sicht seit der Premiere entwickelt? Bekommst
Du viel Feedback von Gästen oder Entwicklerteams?
Dom Schott: Sowohl die Teams auf der Bühne als auch die Gäste sind (zum Glück!) ziemlich angetan von dem, was wir da machen. Am liebsten würde ich diese Reihe endlos fortsetzen und „Pixel & Popcorn“ zu einem festen Termin im Kalender der SpielerInnen Hamburgs machen.
André Eymann: Welchen Einfluss hast Du auf die Auswahl der Spiele und die inhaltliche Gestaltung der
Abende?
Dom Schott: Die GameCity Hamburg schlägt Entwicklerteams vor, die in ihren Augen und mit ihren Spielen gut auf die Bühne passen würden. Diese Vorschläge sichten dann die Veranstalter von Nerdic und ich – und dann gibt’s den grünen Stempel!

André Eymann: Was sind für Dich die größten Herausforderungen bei Pixel & Popcorn – sowohl auf als
auch hinter der Bühne?
Dom Schott: Ich freue mich, wenn Menschen über Witze von mir lachen. Während ich mir allerdings bei meinen Podcastproduktionen einfach vorstellen und einreden kann, dass dieser eine Gag wirklich wahnsinnig lustig war und die HörerInnen deutschlandweit sich gerade bekringeln, bekommt man im Kino vor Live-Publikum sehr viel direkteres Feedback, wie witzig man gerade wirklich war. Und wenn dann wirklich nur ein irritiertes Raunen durch die Reihen wandert, nachdem man (ich) einen eigentlich fantastischen Gag vorgetragen hat – das erdet schon sehr, haha!
André Eymann: Worauf freust Du Dich bei den kommenden Ausgaben von Pixel & Popcorn besonders? Gibt es Themen, Spiele oder Gäste, die Du Dir einmal wünschen würdest?
Dom Schott: Unabhängig von den Gästen freue ich mich jede Ausgabe auf die besondere Kino-Atmosphäre und den Austausch mit den EntwicklerInnen, in dem ich immer wieder etwas Neues dazulernen kann. Besondere Gastwünsche habe ich nicht – seit ich bei meinem Podcast OK COOL jeden Sonntag Menschen aus der Spielebranche treffe, weiß ich: Jeder Gast hat spannende Geschichten zu erzählen, egal ob Indie oder AAA. Man muss ihnen nur aufmerksam zuhören. 🙂
André Eymann: Lieber Dom, vielen Dank für Deine Zeit und die spannenden Einblicke hinter die Kulissen von Pixel & Popcorn. Ich wünsche Dir und dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg – und freue mich schon auf die nächste Ausgabe im Savoy!






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