Ghost of Tsushima – Ein Spiel mit Geist

Kent Eymann

3 Beiträge·11 Kommentare·sehr aktiv in Diskussionen
05.09.2026·3 Minuten
Kent Eymann

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05.09.2026·3 Minuten

Es gibt Spiele, die machen Spaß, man spielt sie ein paar Wochen und irgendwann ist man beim nächsten Spiel. Und dann gibt es Spiele, die einem irgendwie im Kopf bleiben. Für mich ist Ghost of Tsushima genau so ein Spiel.

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal durch Tsushima geritten bin. Überall dieses hohe Gras, die roten Blätter, die Berge im Hintergrund und dazu diese Musik. Es klingt vielleicht komisch, aber manchmal bin ich einfach nur herumgeritten, ohne überhaupt eine Mission zu machen. Die Welt sieht einfach unglaublich gut aus und hat einen eigenen Stil, den ich bei kaum einem anderen Spiel so stark erlebt habe.

Was ich besonders liebe, sind die Animationen. Die Kämpfe sehen einfach brutal gut aus, ohne dass sie übertrieben wirken. Wenn Jin sein Katana zieht, einen Angriff pariert und direkt zurückschlägt, fühlt sich jede Bewegung gut an. Auch Kleinigkeiten wie das Wegstecken des Schwertes oder Jins Bewegungen beim Reiten machen für mich einen großen Unterschied. Es sind genau diese Details, die das Spiel so besonders machen.

„Ghost of Tsushima spielt im Jahr 1274 während der ersten mongolischen Invasion Japans. Man spielt den Samurai Jin Sakai, der seine Heimat gegen die Invasoren verteidigt. Dabei erkundet man die Insel Tsushima, kämpft mit dem Katana und entwickelt nach und nach seinen eigenen Weg als Geist.“

Kent Eymann

Auch die Charaktere sind für mich ein riesiger Pluspunkt. Jin ist nicht einfach irgendein Charakter, der von Anfang bis Ende gleich bleibt. Man erlebt, wie er sich verändert und immer mehr zwischen dem traditionellen Weg des Samurai und dem Weg des Geistes steht. Auch Charaktere wie Yuna, Shimura oder Ishikawa haben ihre eigenen Geschichten, die das Spiel viel persönlicher machen.

Das Katana ist Jins wichtigste Waffe. Unterschiedliche Kampfhaltungen ermöglichen es ihm, sich auf verschiedene Gegnertypen einzustellen.
Das Katana ist Jins wichtigste Waffe. Unterschiedliche Kampfhaltungen ermöglichen es ihm, sich auf verschiedene Gegnertypen einzustellen.

Und natürlich dürfen die Waffen und das Kampfsystem nicht fehlen. Das Katana fühlt sich einfach smooth an. Dazu kommen die verschiedenen Haltungen, die unterschiedlichen Waffen und später die Möglichkeiten, als Geist zu kämpfen. Ich finde es richtig gut, dass man nicht gezwungen wird, immer auf die gleiche Art zu spielen. Man kann sich einem Gegner direkt stellen oder komplett anders vorgehen.

Mein persönliches Highlight ist aber Legends.

Ich hätte am Anfang ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mir dieser Modus so viel Spaß machen würde. Aber Legends hat für mich einen komplett eigenen Charakter. Die Atmosphäre, die verschiedenen Klassen, die Ausrüstung und vor allem das Zusammenspielen mit anderen machen den Modus für mich extrem unterhaltsam. Ich kann immer wieder zurückkommen und habe trotzdem das Gefühl, noch etwas verbessern oder ausprobieren zu können.

Was ist Ghost of Tsushima: Legends?

Legends ist der Mehrspielermodus von Ghost of Tsushima. Statt Jins Geschichte zu folgen, treten die Spieler als Geister in einer von japanischer Mythologie und übernatürlichen Elementen geprägten Welt an. Verschiedene Klassen bieten dabei eigene Fähigkeiten und Spielweisen.

Der 2020 als kostenlose Erweiterung erschienene Modus bietet unter anderem kooperative Story-Missionen, Überlebenskämpfe und weitere Herausforderungen.

Was Ghost of Tsushima für mich aber wirklich besonders macht, ist der Stil.

Das Spiel sieht nicht einfach nur „schön“ aus. Es hat eine eigene Identität. Die Farben, die Landschaften, die Musik, die Kleidung, die Schwerter und die Kämpfe passen perfekt zusammen. Viele Szenen fühlen sich an, als würde man gerade selbst in einem Samurai-Film sein.

Und genau deshalb ist Ghost of Tsushima für mich nicht einfach nur ein weiteres Spiel.

Ich liebe die Welt, die Charaktere, die Kämpfe, die Animationen, die Waffen und natürlich Legends. Aber vor allem liebe ich dieses Gefühl, das das Spiel vermittelt. Dieses Gefühl, einfach durch Tsushima zu reiten und zu wissen: Ich bin gerade in meiner eigenen Samurai-Geschichte.

Für mich ist Ghost of Tsushima deshalb eines dieser Spiele, die man nicht einfach nur spielt.

Man erlebt es.

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9 Kommentare zu „Ghost of Tsushima – Ein Spiel mit Geist“

  1. Avatar von Alexander Strellen
    VSG-Autor

    Hallo Kent, die Spielwelt von Ghost of Tsushima zieht einen wirklich in so eine einzigartige Atmosphäre rein. Ich konnte das Spiel mal einige Stunden Probespielen und war begeistert von der Stimmung im Spiel. Als Fan der japanischen Kultur hat das schon was bei mir ausgelöst.
    So ähnlich, aber intensiver, habe ich das bei Red Dead Redemption und dem Nachfolger erlebt. Hier war es für mich intensiver, weil ich den ersten Teil bis zum Ende gespielt hatte. Am 2. Teil bin ich noch dran. Diese Geschichte im Wilden Westen und diese Weite in der Landschaft. Das war einfach toll. Vielleicht finde ich noch die Gelegenheit auch tiefer in die Welt von Tsushima einzutauchen. Ich würde es nicht bereuen.
    Ich möchte hier aber auch noch Dragon Age: Origins nennen. Hier haben mich die verschiedenen Beziehungen zu meinen Gruppenmitgliedern immer wieder in die Welt reingezogen. Ich habe das Spiel auf der Konsole unterbrochen, die Konsole ausgeschaltet aber in meinem Kopf ging das Gedankenkarussell immer noch eine Weile weiter.

    1. Avatar von Kent Eymann

      Hallo Alexander, vielen Dank für Deinen Kommentar! Es ist wirklich unglaublich, wie Ghost of Tsushima es schafft einen in diese Samurai Welt hineinzuziehen. RDR2 habe ich leider noch nicht viel gespielt, vielleicht ergibt sich ja bald mal eine Gelegenheit!

      1. Avatar von Alexander Strellen
        VSG-Autor

        Schau dir mal RDR1 an. Das ist nicht so ein Monster wie der 2. Teil.

  2. Avatar von André Eymann
    VSG-Autor

    Ja, Kent. Man erlebt es.

    Viel besser kann man es wohl nicht beschreiben. Wenn sich ein Spiel nicht mehr wie Mechanik anfühlt, sondern als Erlebnis – dann hat man wohl etwas Besonderes geschaffen. 😍

    Bei mir heisst dieses Spiel „The Witcher 3: Wild Hunt“. Bisher hat mich kein anderes Spiel so begeistert. Das liegt vor allen Dingen an den vielen Details, die die Welt so glaubwürdig machen. Und der guten Story, die wirklich eine berührende Geschichte erzählt. Als ich kürzlich vom Remaster erfahren habe, war mir klar: ich muss zurück nach Kaer Morhen. Geralt braucht mich. 😎

    1. Avatar von Kent Eymann

      Genau das meine ich! 😄 Bei manchen Spielen merkt man einfach, dass viel mehr dahintersteckt als nur Gameplay. Gerade diese ganzen kleinen Details machen für mich den Unterschied. Und Witcher 3 ist dafür wirklich ein perfektes Beispiel. 😎

  3. Avatar von Thomas
    VSG-Autor

    Das ist ja ein Zufall! Gerade eben sagte ich beim Frühstück noch: „Ich weiß nicht, was das ist, aber ich vermisse Cyberpunk 2077 irgendwie. Ich glaube, ich muss das nochmal spielen.“ Das gleiche ist mir bei Red Dead Redemption 2 auch schon mal passiert. Auch als ich vor einer Weile den zweiten Durchgang von Ghost of Tsushima startete, fühlte sich das wie Heimkommen an. Denn die Welt ist wirklich so wunderschön und ruhig, sie fühlt sich echt an, außerhalb der Kämpfe richtiggehend entspannend. Ich kann nachvollziehen, dass man da auch einfach herum reiten mag…

    1. Avatar von André Eymann
      VSG-Autor

      „…ich vermisse Cyberpunk 2077“ ist ein wunderschöner Satz Thomas. 😍 Das ein Spiel solche Gefühle auslösen kann, sagt schon einiges. Darüber kann man wirklich nachdenken.

      Ich erinnere mich noch an Deinen Beitrag Ist Red Dead Redemption 2 das beste Spiel aller Zeiten?

      Da hattest Du ja RDR2 auch schon eine kleine Liebeserklärung hinterlassen. Dieser Satz hatte mich damals sehr berührt: „Ich kann mir mühelos vorstellen, dass das Leben in Valentine, Strawberry, Rhodes und all den anderen Städtchen weiter existiert, während die Konsole ausgeschaltet ist.“ ❤️

      1. Avatar von Thomas
        VSG-Autor

        Red Dead Redemption 2 ist auch weiterhin eines meiner Top-Favoriten. Und vielleicht ist es dieses Gefühl, was Spiele für die Menschen vor dem Bildschirm erst richtig gut macht. In Tsushima wogt der Wind nämlich auch bei ausgeschaltetem Gerät über die Felder und die Füchse springen umher. Dass dieser Eindruck nicht am Thema liegt, zeigt – zumindest bei mir – das Beispiel Assassins Creed. Shadows wird ja oft mit GoT verglichen, aber bei viel mehr als der Location ähneln sich die zwei Spiele nicht. Bei AC bin ich mir auch sicher, dass da gar nichts weiter geht, so lange ich nicht zuschaue 😂

    2. Avatar von Kent Eymann

      Das mit Ghost of Tsushima kann ich komplett nachvollziehen! 😄 Gerade diese ruhigen Momente zwischen den Kämpfen machen die Welt für mich so besonders. Manchmal könnte man wirklich einfach nur durch die Landschaft reiten und die Atmosphäre genießen.

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