Es gibt Spiele, die machen Spaß, man spielt sie ein paar Wochen und irgendwann ist man beim nächsten Spiel. Und dann gibt es Spiele, die einem irgendwie im Kopf bleiben. Für mich ist Ghost of Tsushima genau so ein Spiel.
Ich weiß noch, wie ich das erste Mal durch Tsushima geritten bin. Überall dieses hohe Gras, die roten Blätter, die Berge im Hintergrund und dazu diese Musik. Es klingt vielleicht komisch, aber manchmal bin ich einfach nur herumgeritten, ohne überhaupt eine Mission zu machen. Die Welt sieht einfach unglaublich gut aus und hat einen eigenen Stil, den ich bei kaum einem anderen Spiel so stark erlebt habe.
Was ich besonders liebe, sind die Animationen. Die Kämpfe sehen einfach brutal gut aus, ohne dass sie übertrieben wirken. Wenn Jin sein Katana zieht, einen Angriff pariert und direkt zurückschlägt, fühlt sich jede Bewegung gut an. Auch Kleinigkeiten wie das Wegstecken des Schwertes oder Jins Bewegungen beim Reiten machen für mich einen großen Unterschied. Es sind genau diese Details, die das Spiel so besonders machen.
„Ghost of Tsushima spielt im Jahr 1274 während der ersten mongolischen Invasion Japans. Man spielt den Samurai Jin Sakai, der seine Heimat gegen die Invasoren verteidigt. Dabei erkundet man die Insel Tsushima, kämpft mit dem Katana und entwickelt nach und nach seinen eigenen Weg als Geist.“
Kent Eymann
Auch die Charaktere sind für mich ein riesiger Pluspunkt. Jin ist nicht einfach irgendein Charakter, der von Anfang bis Ende gleich bleibt. Man erlebt, wie er sich verändert und immer mehr zwischen dem traditionellen Weg des Samurai und dem Weg des Geistes steht. Auch Charaktere wie Yuna, Shimura oder Ishikawa haben ihre eigenen Geschichten, die das Spiel viel persönlicher machen.

Und natürlich dürfen die Waffen und das Kampfsystem nicht fehlen. Das Katana fühlt sich einfach smooth an. Dazu kommen die verschiedenen Haltungen, die unterschiedlichen Waffen und später die Möglichkeiten, als Geist zu kämpfen. Ich finde es richtig gut, dass man nicht gezwungen wird, immer auf die gleiche Art zu spielen. Man kann sich einem Gegner direkt stellen oder komplett anders vorgehen.
Mein persönliches Highlight ist aber Legends.
Ich hätte am Anfang ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mir dieser Modus so viel Spaß machen würde. Aber Legends hat für mich einen komplett eigenen Charakter. Die Atmosphäre, die verschiedenen Klassen, die Ausrüstung und vor allem das Zusammenspielen mit anderen machen den Modus für mich extrem unterhaltsam. Ich kann immer wieder zurückkommen und habe trotzdem das Gefühl, noch etwas verbessern oder ausprobieren zu können.
Was ist Ghost of Tsushima: Legends?
Legends ist der Mehrspielermodus von Ghost of Tsushima. Statt Jins Geschichte zu folgen, treten die Spieler als Geister in einer von japanischer Mythologie und übernatürlichen Elementen geprägten Welt an. Verschiedene Klassen bieten dabei eigene Fähigkeiten und Spielweisen.
Der 2020 als kostenlose Erweiterung erschienene Modus bietet unter anderem kooperative Story-Missionen, Überlebenskämpfe und weitere Herausforderungen.
Was Ghost of Tsushima für mich aber wirklich besonders macht, ist der Stil.
Das Spiel sieht nicht einfach nur „schön“ aus. Es hat eine eigene Identität. Die Farben, die Landschaften, die Musik, die Kleidung, die Schwerter und die Kämpfe passen perfekt zusammen. Viele Szenen fühlen sich an, als würde man gerade selbst in einem Samurai-Film sein.
Und genau deshalb ist Ghost of Tsushima für mich nicht einfach nur ein weiteres Spiel.
Ich liebe die Welt, die Charaktere, die Kämpfe, die Animationen, die Waffen und natürlich Legends. Aber vor allem liebe ich dieses Gefühl, das das Spiel vermittelt. Dieses Gefühl, einfach durch Tsushima zu reiten und zu wissen: Ich bin gerade in meiner eigenen Samurai-Geschichte.
Für mich ist Ghost of Tsushima deshalb eines dieser Spiele, die man nicht einfach nur spielt.
Man erlebt es.
Kennst du auch so ein Spiel? Eines, zu dem du immer wieder zurückkehrst?






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