Far Cry 6 – Drei persönliche Kurzgeschichten

André Eymann

168 Beiträge · 1.090 Kommentare · tragende Stimme der Community

Schon seit Jahren hatte mich kein Videospiel mehr so sehr gefesselt wie Far Cry 6. Warum aber gerade dieser Titel? Auf den ersten Blick ist der sechste Teil der Reihe nicht wesentlich anders als andere Ubisoft-Spiele, denen oft eine Formel nachgesagt wird. Dennoch hat FC6 sogar meine Muse geküsst. Aus diesem Umstand heraus habe ich spontan drei launige Kurzgeschichten verfasst, die ich gern mit euch teilen möchte.

Guapo, mein Freund

Guapo. Mein liebes Krokodil. Du hast es verdient. Du hast es beileibe verdient, Dich an dieser schönen Buch der Playa Buenavista auszuruhen und den ewigen Wellen zu lauschen. Die Isla Santuario ist unsere Heimat. Unser Zuhause. Und kein anderer Amigo ist mir so treu gewesen wie Du.

Wie oft habe ich zu Dir gesagt: „Sorry Guapo, no crocs allowed“ und bin einfach mit meinem Beaumont zum nächsten Auftrag gefahren. Dennoch warst Du immer an meiner Seite. An jedem Ort, in jedem Gefecht. Hast Dich kühn und ohne zu zaudern in den Kampf gestürzt und ungezählte Soldados zur Strecke gebracht. Yara und mich beschützt. Und wenn Du doch einmal verletzt wurdest, konntest Du Dich selbst wiederbeleben. So bist Du nicht nur zu einem uralten Überlebenden geworden, sondern auch zum besten und wahrhaftigsten Freund, die ich je hatte. Dafür möchte ich Dir danken. Guapo, mein Freund.

Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Schönheit des Moments

Es war nur ein Katzensprung mit meinem Aquablast vom Zamok Archipiélago über das Meer und schon war ich im grünen und naturbelassenen Balaceras. Wie schön diese Gegend ist! Natürlich sollte ich auch hier, im Nationalpark Ciénaga Nublada, eine aufreibende Mission erfüllen. Hatte aber intuitiv das Bedürfnis mich in einen Monoblock-Gartenstuhl zu setzen.

Die Sonne hatte sich gerade entschieden unterzugehen. Menschen hinter mir unterhielten sich. Und irgendwo fand ein Gefecht statt. Das alles war mir egal. Ich schaute lieber den Sternen zu, die behutsam durch den dunkelblauen Himmel wanderten. Das lodernde Knistern eines Feuers in der Nähe illustrierte die Szene wie ein Kaminfeuer, das geradezu dafür gemacht war, den Lauf des blassen Mondlichts auf dem Wasser zu begleiten. Warum soll ich immer kämpfen, wenn ich doch einfach nur hier verweilen kann, um die vergängliche und betörende Schönheit des Moments zu geniessen?

Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Eine innere Reise

Flüsse gibt es viele. In Lozanía sowieso. Dieser zufällig von mir entdeckte Flussverlauf südöstlich von Verdera allerdings krönte den Abschluss einer besonderen Reise. Sie begann an Westküste des Cruz del Salvador, wo ich auf Dr. Yanny Dábolos traf. Dabei war Dábolos nicht wirklich ein Doktor. Oder warte… doch, irgendwie schon. Drei Fische später dämmerte es mir und ich fand Gefallen an der Ruhe die sich langsam einstellte, während ich die Angel einholte. Brauchte ich eine Therapie? Und falls ja, wieso ausgerechnet ich, Dani Rojas?

Während ich darüber sinnierte fütterte ich die Pelikane die sich grunzend bedankten und davonflogen. Meditieren? Okay, heute bin ich sogar in der Stimmung. Also nach Feroza und den Kletterhaken ausgeworfen. Der höchste Punkt soll der meine sein. Im Adlerhorst. Ist das alles ein Test? Nur weil ich gefühlt 1.000 FND-Schergen in die ewigen Jagdgründe geschickt hatte? Ich dachte fast 30 Sekunden darüber nach… bis mich ein spiritueller Moment ereilte während ich mit dem Fallschirm ins Tal segelte. Ich muss meinen Feinden vergeben. Egal wie. So tat ich es. Das unendliche Geplätscher des Flusses machte mir klar, das ich angekommen war und meinen Frieden gefunden hatte. Am Ende meiner inneren Reise.

Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Permalink

Reaktionen

Hat dir diese Geschichte gefallen?

Dann hinterlasse ein Herz!

TobiMarcel DörpinghausAlexander Strellen

Kommentare

Hier wird diskutiert — vielleicht auch von dir? 👉 Jetzt mitreden!

6 Antworten zu „Far Cry 6 – Drei persönliche Kurzgeschichten“

  1. Avatar von Jan
    Jan
    Gast

    Hi,

    das sind schöne Kurzgeschichten die mich daran erinnern endlich mal wieder einen Ausritt in Red Dead Redemption 2 zu machen

    André Eymann
    1. Avatar von André Eymann

      Vielen Dank Jan. Ich denke das gleiche könnte man in fast jedem Videospiel von heute machen. Und RDR2 bietet sich dazu ideal an. Es enthält so viele gute Geschichten…

  2. Avatar von Marcel Dörpinghaus
    VSG-Autor

    Was für eine coole Idee und Umsetzung, ich glaube jetzt habe ich das Spiel verstanden.. Sehr cool aufjedenfall die Idee schon und die Umsetzung aus Ich Perspektive – ich träume auch vor Mitternacht schon vor mich hin…

    André Eymann
    1. Avatar von André Eymann

      Danke Marcel. Es sind doch immer die kleinen Geschichten, die an Spielen faszinierend sind. Das kann eben auch in einem Far Cry passieren <3

  3. Avatar von Alexander Strellen
    VSG-Autor

    Genau das liebe ich an Videospielen. Diese kleinen Geschichten die wir erleben können. Manchmal ergeben sie sich zufällig durch unseren persönlichen Spielverlauf, ein anderes Mal entstehen sie durch ein Skript und fühlen sich aber trotzdem magisch an. Wären wir an dieser einen Stelle nicht rechts sondern links abgebogen, wer weiß was wir dann alles erlebt hätten. Wie im realen Leben. Nur das wir im Spiel die Konsole ausschalten können und alles ist, hoffentlich, wieder gut. Auf der anderen Seite: Wenn es im realen Leben mal doof ist, können wir die Konsole einschalten und am digitalen Flußufer neue Energie tanken.
    Meine kleinen Geschichten müsste ich auch mal aufschreiben. Oft vergesse ich allerdings Stift und Notizblock. Schnell verschwimmen die Erinnerungen und ein paar Tage später drängen bereits andere Erlebnisse in den Vordergrund.

    André Eymann
    1. Avatar von André Eymann

      Danke Alex! Du hast absolut recht. Man muss diese Gedanken sofort aufschreiben. Sonst sind sie weg. Genau so habe ich es hier gemacht. So viele Spiele bieten sich hierfür an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Community

Teile die Geschichte — damit sie weiterlebt

Hat dir diese Geschichte gefallen? Dann erzähl anderen davon. 🚀

Werde Teil unserer Welt der Videospielgeschichten

Folge uns und tauche noch tiefer in unsere Geschichten ein.

Ehrlich. Authentisch. Unabhängig.

Bei Videospielgeschichten zählt das Echte: keine KI, keine Werbung – nur ehrliche Inhalte mit Herz. Damit das so bleibt, brauchen wir dich! Mit deiner Unterstützung machst du den Unterschied und hilfst, eine unabhängige, authentische Medienwelt lebendig zu halten. Mach mit – und werde Teil davon!

Mastodon