Schon seit Jahren hatte mich kein Videospiel mehr so sehr gefesselt wie Far Cry 6. Warum aber gerade dieser Titel? Auf den ersten Blick ist der sechste Teil der Reihe nicht wesentlich anders als andere Ubisoft-Spiele, denen oft eine Formel nachgesagt wird. Dennoch hat FC6 sogar meine Muse geküsst. Aus diesem Umstand heraus habe ich spontan drei launige Kurzgeschichten verfasst, die ich gern mit euch teilen möchte.
Guapo, mein Freund
Guapo. Mein liebes Krokodil. Du hast es verdient. Du hast es beileibe verdient, Dich an dieser schönen Buch der Playa Buenavista auszuruhen und den ewigen Wellen zu lauschen. Die Isla Santuario ist unsere Heimat. Unser Zuhause. Und kein anderer Amigo ist mir so treu gewesen wie Du.
Wie oft habe ich zu Dir gesagt: „Sorry Guapo, no crocs allowed“ und bin einfach mit meinem Beaumont zum nächsten Auftrag gefahren. Dennoch warst Du immer an meiner Seite. An jedem Ort, in jedem Gefecht. Hast Dich kühn und ohne zu zaudern in den Kampf gestürzt und ungezählte Soldados zur Strecke gebracht. Yara und mich beschützt. Und wenn Du doch einmal verletzt wurdest, konntest Du Dich selbst wiederbeleben. So bist Du nicht nur zu einem uralten Überlebenden geworden, sondern auch zum besten und wahrhaftigsten Freund, die ich je hatte. Dafür möchte ich Dir danken. Guapo, mein Freund.
Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.
Die Schönheit des Moments
Es war nur ein Katzensprung mit meinem Aquablast vom Zamok Archipiélago über das Meer und schon war ich im grünen und naturbelassenen Balaceras. Wie schön diese Gegend ist! Natürlich sollte ich auch hier, im Nationalpark Ciénaga Nublada, eine aufreibende Mission erfüllen. Hatte aber intuitiv das Bedürfnis mich in einen Monoblock-Gartenstuhl zu setzen.
Die Sonne hatte sich gerade entschieden unterzugehen. Menschen hinter mir unterhielten sich. Und irgendwo fand ein Gefecht statt. Das alles war mir egal. Ich schaute lieber den Sternen zu, die behutsam durch den dunkelblauen Himmel wanderten. Das lodernde Knistern eines Feuers in der Nähe illustrierte die Szene wie ein Kaminfeuer, das geradezu dafür gemacht war, den Lauf des blassen Mondlichts auf dem Wasser zu begleiten. Warum soll ich immer kämpfen, wenn ich doch einfach nur hier verweilen kann, um die vergängliche und betörende Schönheit des Moments zu geniessen?
Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.
Eine innere Reise
Flüsse gibt es viele. In Lozanía sowieso. Dieser zufällig von mir entdeckte Flussverlauf südöstlich von Verdera allerdings krönte den Abschluss einer besonderen Reise. Sie begann an Westküste des Cruz del Salvador, wo ich auf Dr. Yanny Dábolos traf. Dabei war Dábolos nicht wirklich ein Doktor. Oder warte… doch, irgendwie schon. Drei Fische später dämmerte es mir und ich fand Gefallen an der Ruhe die sich langsam einstellte, während ich die Angel einholte. Brauchte ich eine Therapie? Und falls ja, wieso ausgerechnet ich, Dani Rojas?
Während ich darüber sinnierte fütterte ich die Pelikane die sich grunzend bedankten und davonflogen. Meditieren? Okay, heute bin ich sogar in der Stimmung. Also nach Feroza und den Kletterhaken ausgeworfen. Der höchste Punkt soll der meine sein. Im Adlerhorst. Ist das alles ein Test? Nur weil ich gefühlt 1.000 FND-Schergen in die ewigen Jagdgründe geschickt hatte? Ich dachte fast 30 Sekunden darüber nach… bis mich ein spiritueller Moment ereilte während ich mit dem Fallschirm ins Tal segelte. Ich muss meinen Feinden vergeben. Egal wie. So tat ich es. Das unendliche Geplätscher des Flusses machte mir klar, das ich angekommen war und meinen Frieden gefunden hatte. Am Ende meiner inneren Reise.
Klicke auf das Video, um die Geschichte akustisch zu untermalen.






Jetzt unterstützen ♡